Politik in Kamp-Lintfort Kürzungen im Sport – Christdemokraten werfen der SPD ein falsches Spiel vor

Kamp-Lintfort · Nach der SPD-Kritik an den von der Landesregierung geplanten Kürzungen im Bereich Sport meldet sich jetzt die CDU in Kamp-Lintfort zu Wort und kritisiert im Gegenzug „die Rotstiftpolitik der Scholz-Regierung“ im Sport. Das ist der Hintergrund für die aktuelle Diskussion.

 Simon Lisken ist CDU-Fraktionschef in Kamp-Lintfort.

Simon Lisken ist CDU-Fraktionschef in Kamp-Lintfort.

Foto: CDU Kamp-Lintfort

„Mit ihrer Kritik an der schwarz-grünen Landesregierung rund um die Haushaltsberatungen im Bereich Sport für 2024 spielt die Kamp-Lintforter SPD ein falsches Spiel. Ich verstehe grundsätzlich die Enttäuschung darüber, dass die Förderung des Sportes im kommenden Jahr nicht das Niveau der Vorjahre erreichen wird. Hier allerdings den Schwarzen Peter einseitig der schwarz-grünen Landesregierung unterzujubeln, ist ein falsches Spiel“, ärgert sich Simon Lisken, Vorsitzender der CDU-Fraktion in Kamp-Lintfort.

Dass die Sozialdemokraten mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt seien, das Programm „Moderne Sportstätte“ als sinnvoll zu erachten, sei begrüßenswert, so der Politiker. „Dazu sei allerdings einmal erwähnt, dass mit der ,Modernen Sportstätte‘ unter einer CDU-geführten Landesregierung das größte Sportförderprogramm aufgelegt wurde, das es je in Nordrhein-Westfalen gegeben hat.“ Das Programm wurde in der dritten Lesung im Landtag im Dezember 2018 verabschiedet. Bei den damaligen Haushaltsberatungen war das Förderprogramm im Einzelplan der Staatskanzlei enthalten.

Die SPD-Fraktion habe damals dagegen gestimmt, betont Lisken und fügt hinzu: „Die Kamp-Lintforter Sozialdemokraten vergessen die Rotstiftpolitik der Scholz-Regierung im Bereich Sport: Die Bundesregierung stellt seit diesem Jahr keine weiteren Finanzmittel für den Investitionspakt Sportstätten mehr zur Verfügung.“ Das 2020 unter dem damaligen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ins Leben gerufene Programm sei für die Sanierung und den Neubau von Sportstätten vorgesehen gewesen. „Das Programm war für zahlreiche Orte in Deutschland ein echter Hoffnungsschimmer und hat auch Kamp-Lintfort die Pumptrack-Anlage beschert. Es sah vor, dass Schwimmbäder, Turnhallen, Skateparks und vieles mehr dort entstehen, wo sie dringend benötigt werden“, erläutert Simon Lisken.

Dass dieses Förderprogramm eingestellt wurde, sei ein herber Rückschlag. „Mit Zuschüssen aus diesem Programm hätte man auch in Kamp-Lintfort weiter gestalten können. Darüber hinaus kürzt die Scholz-Regierung im Bereich der Freiwilligendienste und bei der Integration durch Sport. Kein Wort dazu von den Sozialdemokraten der SPD in Kamp-Lintfort“, ärgert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Er weist daraufhin, dass die Landesregierung ein Angebot an den Landessportbund gemacht habe, dass dieser angenommen habe. So werde die Kürzungen im Bereich der Übungsleiter nicht erfolgen. „Die CDU-Landtagsfraktion wird sich dafür einsetzen, dass es noch weitere Verbesserungen gibt“, sagt Simon Lisken in einer Pressemitteilung.

(RP)