Sporthelfer sorgen für Fitness an Schulen in Kamp-Lintfort.

NRW bewegt die Kinder in Kamp-Lintfort : Sporthelfer sorgen für Fitness an Schulen

Erstmals fand in der Sekundarschule Kamp-Lintfort das Sport- und Gruppenhelferforum statt. 125 Jugendliche aus den Kreisen Wesel und Kleve nahmen teil.

In der Turnhalle der Kamp-Lintforter Sekundarschule hämmert die Musik. „Auf die Unterarme. Und hoch“, so das Kommando von Kevin Grafen, der für zwei Workshops das Sagen hat: Kara-T-Robics und iKraft. „Dabei geht es um Bewegung, die die Muskulatur und das Herz-Kreislauf-System fordern, Ausdauer und Koordination trainieren“, sagt der 30 Jahre alte Sportwissenschaftler aus dem Bereich Neuroathletik-Training. Der Neukirchen-Vluyner hat iKraft als Intervalltraining entwickelt, das sich als eine ganzheitliche Mischung aus Spaß, Ausdauer, Kraft und Fatburning versteht. Den 23 Teilnehmenden steht der Spaß ins Gesicht geschrieben. 125 Jugendliche von acht Schulen aus den Kreisen Wesel und Kleve erleben das Sport- und Gruppenhelferforum, das erstmals in Kamp-Lintfort ausgerichtet wird. „Sozusagen der krönende Abschluss mit verschiedenen Workshops“, sagt Alexandra Bruns (22) vom Weseler Kreissportbund.

Die Ausbildung zum Sporthelfer haben die Jugendlichen an ihren Schulen in Praxis und Theorie durchlaufen und können an ihren Schulen im sportlichen Alltag eingesetzt werden, sei es bei Sportfesten- und -wettkämpfen, in Arbeitsgemeinschaften, im Ganztag, bei Ferienprojekten oder im Verein. Ihre Sportlehrer begleiteten sie und fungierten als Mentoren. „Sporthelfer kann jeder ab 13 Jahren werden“, sagt Alexandra Bruns. „Die Ausbildung ist ein anerkannter Baustein auf dem Weg zum Übungsleiter“, so Bruns über die weitere Perspektive. Bei Jirina Winther (15) hat die Ausbildung mit Theorie und Praxis für wertvolle Erfahrungen gesorgt. Sie ist nicht nur fitter durch das Training geworden, genießt Anerkennung bei Mitschülern, „sondern ich kann mit verschiedenen Sportarten und Spielen andere zu mehr Bewegung motivieren. Der Umgang mit anderen macht mir Spaß“, sagt die Kamp-Lintforterin. „Der Sport hat mich selbstbewusster gemacht“, so das Fazit der Neuntklässlerin.

Zu neuen Trendsportarten gehören unter anderem Flagfootball, eine Variante vom American-Football, oder Bubble-Ball, eine XXL-Kugel. In sie kriecht der Spieler, um mit anderen Fußball zu spielen. „Fußball mit Körperkontakt“, sagt Referent Lucas Lenz (21) vom Kreissportbund Wesel. Die Herausforderung ist dabei, nach dem Bodenkontakt sich neu auszurichten.

Kamp-Lintfort als Treffpunkt der Sporthelfer ist das Ergebnis guter Vernetzung und Kooperation. „Wir haben eine funktionierende, kompakte Sportanlage mit verschiedenen Hallen und Plätzen unter optimalen Bedingungen“, sagt Manfred Klessa, Vorstand des Stadtsportverbands. Für ihn ist die Ausbildung zum Sporthelfer, die als langjähriges Programm „NRW bewegt seine Kinder“ angeboten wird, vielversprechend für die Persönlichkeitsentwicklung, den Schul- wie Vereinssport. Klessa: „Oft folgt die Ausbildung zum Übungsleiter.“ Für Leroy Bünder (18), Pieter Veenman (17) und Weronika Czop (17) von der Klever Joseph-Beuys-Gesamtschule ein toller Tag. „Wir haben Spiele kennengelernt, die sich gut in den pädagogischen Angeboten umsetzen lassen“, so die Jugendlichen. „Die Organisation ist super, wie auch die Taktung der Workshops.“

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