Spiel, Spaß und Musik bestimmten die Pool-Party.

Kamp-Lintfort : Poolparty: Kinder kullern übers Wasser

Schwimmgeräte verwandelten das Pappelsee-Bad in einen riesigen Wasserspielplatz. An Land gab es Sackhüpfen und Tauziehen.

Schon aus einem halben Kilometer Entfernung schallt es vom Panoramabad Pappelsee hinüber: „I‘m walking on sunshine, uuuh“. Am Samstag fand dort die „Fun & Action Poolparty“ statt. Über fünfzig Kinder spielen auf luftgefüllten Flößen, schießen auf ein Fußballtor und genießen das schöne Wetter. Weil es nicht mehr ganz so unbarmherzig heiß ist wie in den Tagen davor, ist das Schwimmbad zwar gut besucht, aber nicht überfüllt: „Ich hab erst gedacht, hier ist alles ausgefallen“, sagt Christine Utermöhlen, ehemalige Geschäftsführerin der Kamp-Lintforter Werbegemeinschaft, und lacht. Sie ist heute als Großmutter hier und hatte sich die Poolparty als Ausflugsziel für die Kinder ausgeguckt. „Das ist ideal für die Ferien.“ Und so schiebt sie die Luftinseln nicht nur an, sondern setzt sich selbst mit drauf.

Im Schwimmbecken in der Halle treibt eine acht Meter lange aufblasbare Schildkröte, von deren Kopf ein Grüppchen etwa Zwölf- bis Achtzehnjähriger Arschbomben macht. Mit all dem Spielzeug im Wasser ist ihr Job anstrengender als an normalen Tagen, erzählt ein Bademeister, „die Schwimmgeräte bergen immer auch Gefahren“, aber alles ist gut einsehbar. Ob sie neidisch seien, weil sie am Beckenrand stehen müssen? Seine Kollegin sagt: „Bei dem Wetter schon!“

Dominik Neubert von der Eventagentur Zephyrus, die nicht nur diese, sondern im Jahr bis zu 220 Poolpartys veranstaltet, freut sich über die Unterstützung durch die Schwimmmeister. Jeder in seinem Team ist gelernter Rettungsschwimmer, aber „ohne die geht das nicht“, sagt er. Er ist heute für die Musik zuständig – einen Mix aus aktueller Musik und solcher aus der Jugend der Eltern, denn die Veranstaltung ist für die ganze Familie gedacht – während seine zwei Kollegen am Beckenrand sich abwechselnde Stationen betreuen, tanzen und ihre gute Laune weitergeben.

Mal wird ein „Laufsteg“ aus einer Plastikplane im Becken aufgespannt, dann gibt es an Land Dosenschießen im Fußballtor, anschließend paddeln fünf Teams auf den Luftinseln um die Wette; sobald eine Aktion beendet wird, beginnt auch schon die nächste. Auch die Klassiker Sackhüpfen und Tauziehen dürfen nicht fehlen, das Poolparty-Team hat aber auch „Unterwasserscooter“ im Gepäck, die kleinere Version von Geräten, von denen sich Profitaucher durchs Wasser ziehen lassen. Die Unterwasserscooter darf auch nicht jeder Zweijährige ausprobieren, dafür müssen die Kinder schon schwimmen können. Am beliebtesten sind aber die sogenannten „Waterglobes“, Kugeln, in denen Kinder über die Wasseroberfläche laufen (oder rollen) können. Dominik Neubert erklärt, dass dabei viel Geschick und Sportlichkeit gefragt seien. „Das ist schon eine Herausforderung für die Kids.“

Das alles sind Angebote, die zwar gut angenommen werden, aber vollkommen freiwillig sind. „Wir sind nur zum Schwimmen gekommen und dann ist hier Party!“, sagt eine junge Mutter lachend, die sich mit ihrem Sohn auf der Wiese ausruht. Dem Sechsjährigen gefällt die Party aber gut: „Nur das Wasser ist kalt.“ „Das Coolste ist“, so das Fazit einer Jugendlichen, „dass der Pappelsee auch mal was zu bieten hat.“

Mehr von RP ONLINE