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Kamp-Lintfort: Segler suchen ab heute den Stadtmeister

Kamp-Lintfort : Segler suchen ab heute den Stadtmeister

Der Segelclub lädt am Wochenende zu einer Regatta auf dem Rossenrayer See ein. 25 Boote sind am Start.

"Manchmal glaube ich gar nicht mehr an den Wetterbericht." Farid Tayeboun schmunzelt, wenn er diesen Satz sagt. Schließlich vertraut der Vorsitzende des Kamp-Lintforter Segelclubs an diesem Wochenende doch der Prognose. Denn am heute und morgen richtet der Segelclub die Stadtmeisterschaft aus. "Das Wetter soll gut werden", blickte der 49-jährige Kamp-Lintforter auf die zwei Tage.

So werden die 25 Boote genügend Wind in den Segeln haben, wenn die Regatta heute um 15 Uhr startet. Die Boote fahren einen Dreieckskurs auf dem Rossenrayer See. "Ein Lauf dauert um die Dreiviertelstunde, je nach dem wie der Wind ist", berichtet Reinhard Leder als zweiter Vorsitzender des Segelclubs. Bis zum Sonntagnachmittag können die Segelteams vier Läufe fahren, von denen die besten drei in die Wertung gehen. Die Auswertung erfolgt dann nach einem Punktesystem, um den unterschiedlichen Booten, die starten, die gleiche Chance zu geben.

Der Kamp-Lintforter Segelclub wurde 1979 gegründet und hat 100 Mitglieder. Er verfügt über zwölf Optimisten, drei Volksboote, fünf Einhandjollen und drei Motorboote. Gesegelt wird auf dem Rossenrayer See, der nahe dem Autobahnkreuz Kamp-Lintfort liegt. Es ist die 34. Stadtmeisterschaft, die der KLSC an diesem Wochenende ausrichtet. Es starten vor allem Teams des KLSC und des Segelvereins Kamp-Lintfort, der auch am Rossenrayer See beheimatet ist. "Außerdem können Segler teilnehmen, die in Kamp-Lintfort wohnen", erläutert Farid Tayeboun. Mit dieser Stadtmeisterschaft endet aber die Zeit, in der sie ausschließlich vom Segelclub ausgerichtet wird, unterstützt von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Rheinkamp. Im nächsten Jahr wird der Segelverein Kamp-Lintfort erstmalig die Regatta organisieren. "Der Segelverein richtet dann die Stadtmeisterschaft in den ungeraden Jahren aus, der Segelclub in den geraden", sagt der Vorsitzende. Neben der Chance, sich als Segelteams untereinander zu messen, organisiert der KLSC den Wettbewerb auch, um für den Segelsport zu werben und neue Mitglieder zu gewinnen.

"Wir sind ein leicht wachsender Verein", sagt Reinhard Leder. "Vor drei Jahren hatten wir 80 Mitgliedschaften. Heute sind es etwas über 100." Schließlich legt der Segelclub besonderen Wert auf den Nachwuchs. Ein Drittel der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche, wobei Segler bis zu ihrem 26. Lebensjahr als Jugendliche zählen, wie beim Landessportbund. Kinder ab acht Jahren können unter Aufsicht das Segeln erlernen, um so den Jüngsten-Schein zu bekommen. Ab 14 Jahren können sie dann den "amtlichen Sportbootführerschein Binnengewässer" ablegen, mit dem sie auch auf anderen Seen ihre Boote steuern dürfen.

"Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen können vereinseigene Boote nutzen", berichtet Farid Tayeboun. "Dadurch ist Segeln ein bezahlbarer Sport. Zum Beispiel kostet die Jahresmitgliedschaft für eine Familie nur 160 Euro. Wir wollen Jugendlichen an den Club heranführen und Familien die Chance geben, den Segelsport auszuüben."

(RP)