Baumaßnahmen in Kamp-Lintfort Das Schulzentrum Kamper Dreieck wächst weiter

Kamp-Lintfort · Steigende Schülerzahlen führen zu einem erhöhten Raumbedarf im Schulzentrum Kamper Dreieck. Die Stadt Kamp-Lintfort plant einen weiteren Anbau. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 8,8 Millionen Euro. Wann der Baustart sein soll.

Das Schulzentrum Kamper Dreieck beherbergt Unesco-Schule und Georg-Forster-Gymnasium.

Das Schulzentrum Kamper Dreieck beherbergt Unesco-Schule und Georg-Forster-Gymnasium.

Foto: Norbert Prümen

Das Schulzentrum an der Moerser Straße wächst weiter: Nachdem zum Schuljahr 2022/23 der erste Bauabschnitt mit dem Anbau von sechs neuen Klassenräumen und drei Differenzierungsräumen an die Unesco-Gesamtschule in Betrieb genommen wurde, beginnt in diesem Sommer die Planung für den zweiten Bauabschnitt. Die Stadtverwaltung plant mit Kosten in Höhe von 8,8 Millionen Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre 2024 und 2026. Der Bedarf an zusätzlichen Klassenräumen am Kamper Dreieck ist hoch, zwischenzeitlich haben sich die Anforderungen beider weiterführenden Schulen an den Raumbedarf seit der ersten Planung im Jahr 2019 sogar noch geändert, teilte die Verwaltung im letzten Schulausschuss mit.

Gründe dafür seien insbesondere die Rückführung des Gymnasiums zu G9 und ein höherer Bedarf der Gesamtschule als inklusive Schwerpunktschule. Wie aus der Vorlage der Stadtverwaltung hervorgeht, ist die Zahl inklusiv geförderter Schüler gestiegen. Die Förderbedarfe liegen in den Bereichen Lernen, emotionale und soziale Entwicklung, geistige und körperliche Entwicklung. Auch die vorhandene Lehrküche reiche nicht mehr aus, um die Bedarfe zu decken. Darüber hinaus seien eigene Räume für die Betreuung im Ganztag nicht vorhanden, würden jedoch dringend benötigt. Das Georg-Forster-Gymnasium müsse hingegen für die nächsten Jahre mit einer Fünfzügigkeit rechnen. Der Mehrbedarf müsse durch geschickte Raumnutzungen abgefangen werden, beispielsweise durch die Nutzung von Differenzierungs- und Mehrzweckräumen als Klassenzimmer und Kursräume. Die Stadtverwaltung ließ deshalb die ursprüngliche Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2019 zu Beginn des vergangenen Jahres überarbeiten.

Jetzt legte sie den Mitgliedern des Ausschusses zwei Varianten zur Lösung der Raumnot im Schulzentrum Kamper Dreieck zur Entscheidung vor – wobei sich beide Schulen im Vorfeld der Sitzung bereits für eine der vorgestellten Optionen ausgesprochen hatten. Diese Variante sieht einen Anbau an den Nordflügel der Unesco-Schule mit 15 Klassenzimmern und sechs dazugehörigen Differenzierungsräumen auf drei Etagen vor. Die Alternative wäre ein Anbau an den Südflügel des Georg-Forster-Gymnasiums gewesen, in einem ähnlichen Größenvolumen. Die Schulen präferieren laut Verwaltung aber die erste Variante, da die Unesco-Schule ein hohes Defizit an Räumen für Inklusion habe und das Georg-Forster-Gymnasium im Gegenzug die zentral gelegenen Räume im Mitteltrakt des Schulzentrums übernehmen könne. Die beteiligten Fachämter, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, hätten sich dieser Sichtweise angeschlossen.

Beide Varianten würden sich in Kosten und Größe nur minimal unterscheiden, teilt die Stadtverwaltung in der Vorlage mit. Für die jetzt ausgeguckte Variante (Erweiterung am Nord-Westflügel der Unesco-Schule) belaufen sich die geschätzten Baukosten auf rund 8,8 Millionen Euro. Der reine Neubaukörper umfasse rund 1875 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Hinzu kommt die Errichtung einer zweiten Lehrküche.

Verzichten müssen Gesamtschüler und Gymnasiasten vorerst auf den seit langem geplanten Neubau einer zentralen WC-Anlage, die im Zusammenhang mit einem neuen Haupteingang und einem umstrukturierten Hausmeisterbereich errichtet werden sollte. Die Schaffung neuer Klassenräume habe Priorität.

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