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Schultoiletten an der Ebertschule in Kamp-Lintfort: Lage zugespitzt

Grüne zu Schultoiletten an der Ebertschule Kamp-Lintfort : „Die Lage hat sich zugespitzt“

Die Fraktion sieht für die Toilettenanlage an der Ebertschule akuten Handlungsbedarf. In einem Antrag fordern die Grünen, dass die Planung einer neuen Anlage „unverzüglich“ beginnt. Eine Toilette sei zurzeit, so Fraktionchef Johannes Tuschen, ganz abgeschlossen.

Die Bündnisgrünen lassen nicht locker: Zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag beantragten sie, die Planungen für eine neue Toilettenanlage an der Ebertschule unverzüglich zu beginnen. Der Neubau der Anlage müsse, so ihre Forderung, 2022 realisiert werden. Auch Übergangslösungen seien von der Verwaltung darzustellen und zu planen, Finanzmittel in den Haushalt einzustellen. „Wir stehen noch immer in Kontakt zu den Eltern. Sie haben uns berichtet, wie sich die Situation entwickelt hat, nachdem der Schulausschuss im Sommer die Lage vor Ort in Augenschein genommen hatte“, erläutert Fraktionsvorsitzender Johannes Tuschen den erneuten Antrag seiner Fraktion. „Die Lage hat sich zugespitzt. Eine der Toiletten ist zurzeit nicht nutzbar, sondern abgeschlossen. Das geht so nicht weiter. Vor allem, weil es sich um eine inklusive Schule handelt“, betont der Fraktionsvorsitzende auf RP-Anfrage.

Der Streit um die Schultoiletten an der Ebertschule schwelt bereits seit Anfang des Jahres. Eine Elterninitiative beklagt seither den „desaströsen“ Zustand der Anlage, sammelte Unterschriften und richteten eine Petition an die Stadt, die Toiletten zu sanieren. Die Verwaltung, die im Austausch mit Schulleitung und Schulpflegschaft steht, verwies auf Maßnahmen, die kurzfristig umgesetzt worden seien, sowie auf eine Machbarkeitsstudie, die ohnehin für den betroffenen Schulstandort geplant sei. Im September machten sich die Oppositionsfraktionen (CDU, Grüne, FDP, Linke und Libra) in einem gemeinsamen Antrag dafür stark, dass die Toiletten an der Ebertschule saniert werden. Sie forderten, dass bis zum Beginn der Sanierung und für deren Dauer ein Sanitärcontainer als Zwischenlösung aufgestellt werden sollen.

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Der Antrag scheiterte jedoch an der SPD-Mehrheit im Stadtrat, die das vorgeschlagene Vorgehen ablehnte. Alle Fraktionen einigten sich schließlich darauf, die Toiletten zumindest dreimal anstatt zweimal täglich reinigen zu lassen. Außerdem beschloss der Schulausschuss, die Machbarkeitsstudie zur Ebertschule so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen, damit der Grundschulstandort einer Prüfung unterzogen werde und Handlungsempfehlungen benannt würden. „Die Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Standorts und für einzelnen Baumaßnahmen, die sich daraus ergeben“, erläuterte Dezernent Christoph Müllmann im Vorfeld der Sitzung auf RP-Anfrage. „So sind wir auch an anderen städtischen Schulen vorgegangen, beispielsweise am Schulzentrum Kamper Dreieck. Hier entsteht aufgrund der bei einem externen Architekturbüro in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie ein neuer Anbau“, betonte Müllmann.

Der Beigeordnete zeigte sich irritiert ob des neuen Antrags der Grünen. „Der Rat hat entschieden, die Problematik wurde ausreichend diskutiert“, erklärte Christoph Müllmann. Er rechnet damit, dass die beauftragte Machbarkeitsstudie für den Standort Ebertschule im ersten Quartal 2022 vorliegen wird.