Kamp-Lintfort: Schüler machen sich für Nachhaltigkeit stark

Kamp-Lintfort: Schüler machen sich für Nachhaltigkeit stark

Die Gesamtschule in Kamp-Lintfort nimmt an einem Unesco-Projekt in Recklinghausen teil.

Brennpunkt Zukunft" - so lautet das derzeitige Jahresleitthema der Unesco-Projektschulen. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit diesem Thema fand 32 Jahre der Atomkatastrophe von Tschernobyl ein von 13 Unesco-Schulen gemeinsam gestalteter Projekttag an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Recklinghausen statt.

Die Schüler der Projektschulen aller Schulformen setzten sich in verschiedenen Workshops mit Themenbereichen aus der Agenda 2030 auseinander - ganz nach dem Motto von Willy Brandt, der einmal sagte: "Freiheit ist nicht bequem. Demokratie braucht Leistung." Die Agenda 2030 wurde in einer "Sternstunde" der UNO im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet.

Von der Unesco-Schule Kamp-Lintfort nahmen stellvertretend für die gesamte Schulgemeinde Schüler der Klassen 6c, 8a und 10b an der Aktion teil. Sie beschäftigten sich beim Bau eines Solarkochers, in einem Medienworkshop, beim Kochen von Suppen aus aller Welt oder dem Recyceln von leeren Duschgel-Packungen mit vielfältigen Aspekten des "Brennpunkts Zukunft". Für die Gesamtschule gestaltete Musiklehrer Detlef Lichtrauter einen Cajon-Workshop, in dem Teilnehmer erfuhren, wie einfach man mit Musik und schnell erlernbaren Rhythmen Brücken bauen kann.

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Eingeleitet und abgeschlossen wurde das gemeinsame Miteinander mit einer Einstiegsveranstaltung, bei der ein ehrgeiziger Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung vorgestellt wurde und der Chor der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule zum Einsatz kam. Lehrerin Petra Breuker: "Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind das Kernstück der Agenda 2030. Sie tragen der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension Rechnung und führen zum ersten Mal Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung in einer Agenda zusammen." Ralf Heintel: "Wir gehen in Kamp-Lintfort der Frage nach, wie Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig genutzt werden können."

Absicht ist, dass bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung erheblich verringert und die Versauerung der Ozeane auf ein Mindestmaß reduziert wird. Bereits bis 2020 sollen die Meeres- und Küstenökosysteme nachhaltig bewirtschaftet und geschützt werden. Ebenso soll bis 2020 die Fangtätigkeit wirksam geregelt werden.

(RP)
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