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Kamp-Lintfort: Säulenulmen und Amberbäume ersetzen Kastanien

Kamp-Lintfort : Säulenulmen und Amberbäume ersetzen Kastanien

Im späten Frühjahr lässt die Stadt an der Laagdickstraße und an der Christianstraße neue Bäume pflanzen.

Als sich Kamp-Lintfort für die Landesgartenschau bewarb und die Planungen in der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, wurde vielen Kamp-Lintforter erst klar, wie viel Grün es in der Stadt gibt. Schließlich hatte Franz Brenner, der erste Direktor des Bergwerkes "Friedrich Heinrich", die Straßen in der Arbeitersiedlung, der Beamtensiedlung am Pappelsee und der Pauenschen Siedlung als Alleen bepflanzen lassen. Nach 100 Jahren sind diese Bäume in die Jahre gekommen. Deshalb beschloss der Rat 2011 ein langfristiges Konzept zur Erneuerung der Straßenbäume. "Jedes Jahr stehen dafür 170.000 Euro bereit", erläutert Kämmerer Martin Notthoff. In diesem Konzept sind die Straßen mit dem Jahr vermerkt, in dem alle Bäume eines Straßenzuges erneuert werden.

Das Konzept basiert auf einem Gutachten, in dem der Zustand der Straßenbäume in Kamp-Lintfort festgehalten ist. "Jeder alte Baum wird durch einen neuen ersetzt", berichtet der Kämmerer über den Grundgedanken, der hinter dem Erneuerungskonzept steckt. So ließ die Stadt im Frühjahr 2012 die ersten Gehölze erneuern. Neue Bäume erhalten in diesem Frühjahr die Laagdickstraße, die in der Pauenschen Siedlung zwischen Josefkirche und Bunten Riesen liegt, und die Christianstraße, die sich in der Altsiedlung in der Nähe der Gaststätte "Altes Kasino" zwischen Ring- und Ebertstraße befindet.

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Auch wenn jeder alte Baum durch genau einen neuen ersetzt wird, sind die neuen kleiner. An der Laagdickstraße stehen ab Mai Säulenulmen, an der Christianstraße Amberbäume. Bis zur Fällung im Herbst 2016 befanden sich an den beiden Straßen Kastanien, die vereinzelt schon vorher herausgenommen worden waren, weil sie krank gewesen waren und eine Gefahr dargestellt hatten. "Es sind schwach wachsende Baumarten, die nicht so groß werden", betont Heinz Dickmann, Leiter des Grünflächenamtes. "Sie nehmen nicht so viel Licht weg." In Bürgerinformationen stellt er zusammen mit seiner Mitarbeiterin Peggy Piorun Hausbesitzern die Planungen vor, begleitet vom Kämmerer, wie am Mittwochabend im Alten Rathaus. Die Hausbesitzer haben einige Wünsche: Die Bäume sollen nicht direkt an Einfahrten stehen, wie die heutigen. Sie sollen nicht zu viel Licht wegnehmen, nicht zu viel Laub abwerfen. Und sie sollen mit ihren Wurzeln keine Pflastersteine in Einfahrten hochheben.

Das Grünflächenamt schreibt das Baumpflanzen aus, um es an ein Unternehmen zu vergeben. Das Pflanzverfahren gibt es vor. Ein Saugbagger hebt an den Baumstandorten zylindrische Löcher aus, die mit einer Wurzelfolie abgedichtet werden. In diese Löcher wird ein Substrat gefüllt, das nährstoffreich ist und gut Wasser hält. Dann werden die Bäume gepflanzt und in den nächsten Jahren gewässert, bis sie genügend Wurzeln zu bilden, um sich selbst zu versorgen. Dabei werden die Zeitabstände zwischen den Wässerungen immer länger. Heinz Dickmann arbeitet gerade an einer Fortschreibung des Erneuungskonzeptes, nachdem ein Gutachter erneut den Zustand der Straßenbäume aufgenommen hat. Es soll noch dieses Jahr beschlossen werden.

(RP)