Saalhoffer Jungschützen: Vorfreude auf das Sommerlager ist groß

Brauchtum in Kamp-Lintfort : Vorfreude auf das Sommerlager ist groß

Das Jahresprogramm der Saalhoffer Jungschützen steht fest. Ein Höhepunkt dürfte das dreiwöchige Zeltlager sein, zu dem in Kürze die Anmeldung beginnt. Mit 70 Kindern und Jugendlichen ist es das größte in Kamp-Lintfort.

Die Saalhoffer Jungschützen hat Jonas Gelen über das Sommerzeltlager kennengelernt. „2014 war ich das erste Mal dabei“, erzählt der 18 Jahre alte Millinger. „Damals waren wir auf einem Platz in Weeze.“ Seitdem war der Schüler der Europaschule Rheinberg jedesmal mit dabei: 2017 in Emmerich, 2018 in Niederkrüchten westlich von Mönchengladbach und 2019 in Oermten bei Issum war er schon als Gruppenleiter aktiv. „Es macht einfach Spaß“, sagt der Jungschütze. In diesem Sommer übernimmt er mit Max Pirschel die Gesamtleitung des Sommerzeltlagers, das mit jährlich 70 bis 80 Teilnehmern das größte Zeltlager einer Kamp-Lintforter Organisation ist.

„Wir haben uns mehrere Plätze angeschaut“, berichtet der Leiter der Sommerlager von 2015 bis 2019. „Wir haben uns aber noch nicht festgelegt, wohin es diesmal gehen soll.“ Fest steht allerdings schon der Zeitraum, der wegen des diesmal frühen Beginns der Schulferien am 20. Juli beginnt und am 5. August endet.

Gezeltet wird regelmäßig auf Wiesen von Landwirten, die in einem Umkreis von gut 100 Kilometern liegen. „Die Anfahrt soll nicht länger als zwei Stunden dauern“, sagt Jungschützenmeister Maik Pawlik. Drei Tage, bevor die Kinder anreisen, sind 20 Gruppenleiter vor Ort, um die Zelte aufzuschlagen, von denen die Saalhoffer Jungschützen mehr als 20 besitzen. Es sind vor allem runde Tuaregzelte, in denen vier Kinder übernachten können. Dazu kommen große Zelte für die Duschen, die Küche und zum Essen. Außerdem steht ein fahrbarer Toilettenwagen zur Verfügung, der ebenfalls den Saalhoffer Jungschützen gehört.

Die Gruppenleiter bauen auch Netze für das Volleyspielen auf und platzieren Tore für das Fußballspielen. „Wir bieten jeden Tag Programm an, zum Beispiel Schnitzeljagden oder Ratespiele, wie ,Der Preis ist heiß‘“, berichtet Jonas Gelen. „Die Kinder können außerdem Spiele mitbringen.“

Diese Spiele können nur klassische sein, keine digitalen Spiele auf dem Smartphone oder Computer. „Es herrscht ein Digitalverbot“, erzählt er. „Wir sagen den Kindern vorher, dass sie keine Mobiltelefone mitnehmen dürfen. Die meisten halten sich daran. Das Problem regelt sich von alleine, weil die Akkus schnell leer sind und es keine Steckdosen gibt.“ Auch die Gruppenleiter tragen keine Smartphones bei sich, haben diese aber für Notfälle in ihren Zelten liegen.

Die Kinder sind in vier Gruppen eingeteilt und übernehmen Aufgaben. Eine Gruppe versorgt das Lagerfeuer mit Holz, andere helfen der Küchencrew, spülen das Geschirr und reinigen die Toiletten. Bevor die Kinder, die zwischen acht und 16 Jahre alt sind, die Reise antreten, treffen sie sich im Frühsommer für einen Tag mit Übernachtung am Pfarrheim St. Paulus. „Dann lernen sie sich kennen“, sagt Max Pirschel. „Einige sind das erste Mal für knapp drei Wochen von ihren Eltern getrennt.“ Das Zeltlager endet für die Kinder an einem Donnerstag, nachdem die Eltern am Samstag zuvor zu einem Besuchertag gekommen sind. Für die Gruppenleiter dauert es einen Tag länger, weil sie alles abzubauen haben. „Es ist ein großes Gemeinschaftserlebnis“, freut sich Jonas Gelen schon jetzt auf das Sommerlager.

Am Zeltlager in den Sommerferien können Kinder von acht bis 16 Jahren teilnehmen. Mitglieder zahlen 230 Euro pro Kind, andere 280 Euro. Enthalten sind darin An- und Abreise, Übernachtung, Essen und Trinken. Zudem wird empfohlen, 70 Euro Taschengeld mitzunehmen. Möglich werden die Preise durch Sponsoren, Zuschüsse über den Bund katholischer Jugend und ehrenamtlichen Einsatz.

Sobald das Ziel feststeht, beginnt im Februar die Anmeldung. Kontakt: E-Mail an jungschuetzensaalhoff@outlock.de.