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Rotary Club unterstützt in Kamp-Lintfort das Projekt "Sprachfuchs".

Integration in Kamp-Lintfort : Rotary Club fördert Sprechtraining für Kinder

Sprachförderung, die in den Alltag integriert ist, kommt vielen Kindern in Kindergärten zugute. Seit wenigen Tagen lernen auch Wirbelwind-Kinder erstmals eine Sprache alltagsintegriert und systematisch, also nach Wortfeldern geordnet – wie eigener Körper, Kleidung, Spielzeug, Räume oder Essen.

Im Kindergarten Wirbelwind, der neben dem Diesterwegforum an der Vinntraße liegt und auch Familienzentrum ist, lernten zwölf Drei- bis Fünfjährige am Mittwoch das Wortfeld „eigener Körper“ kennen. „Spielend sprechen lernen mit dem Sprachfuchs“ heißt das neue Projekt. Es läuft bis zu den Sommerferien 2019.

„Wir haben seit den Sommerferien 2018 eine neue Gruppe mit 23 Kindern, von denen 18 schlecht oder gar kein Deutsch sprechen“, erzählt Leiterin Alexandra Krause. „Die 18 Kinder sprechen 15 unterschiedliche Sprachen. Die normale Sprachförderung reicht nicht aus.“ So bat die Leiterin den Beigeordneten Christoph Müllmann um Hilfe, ein kombiniertes Sprachprojekt zu finanzieren. Er nahm Kontakt zu Josef Lübbers auf, dem kaufmännischen Direktor des St.- Bernhard-Hospitals, der gleichzeitig Ausschussvorsitzender des Gemeindedienstes des Rotary Clubs Kamp-Lintfort / Grafschaft Moers ist.„Wir stiften gerne für Projekte, die Kindern zu Gute kommen“, sagen er und Herbert Meiwes als Vorsitzender des Rotary Clubs.

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So stellt der Club 2500 Euro für die 22 Projekttage bereit, die er vor allem durch den Verkauf von 2000 Adventskalendern zusammen mit dem Rotary Club Moers erwirtschaften konnte. So lernen jetzt zwölf Kinder in zwei Gruppen jeden Mittwochvormittag systematisch Deutsch. In ihrer ersten Einheit rollten die Kinder Tapetenrollen aus, legten sich darauf und ließen ihre Konturen nachzeichnen. Dann lernten sie zusammen mit den Sprachtherapeutinnen Angelika Schindler und Nina Kirchhausen die Wörter rund um den eigenen Körper, wie Finger, Hand, Arm, Bein oder Kopf. „Am Anfang waren die Kinder schüchtern“, berichtet Angelika Schindler, die an der Ecke von Kamperdickstraße und Freiherr-vom-Stein-Straße eine Praxis für Sprachtherapie betreibt. „Nach der ersten Einheit haben sie glückliche Gesichter gehabt.“ Damit das Projekt nachhaltig ist, ist bei jeder Einheit Kita-Mitarbeiterin Julia Ronnes mit dabei. „Sie wiederholt mit den Kinder jeden Tag die neue Worte“, berichtet Alexandra Krause.