Kamp-Lintfort: Residenz soll im Herbst voll belegt sein

Kamp-Lintfort: Residenz soll im Herbst voll belegt sein

Die Belia Seniorenresidenz im Gestfeld präsentierte sich mit einem Tag der Offenen Tür erstmals der Öffentlichkeit. Das Haus am Hölderlinweg ist für insgesamt 80 Bewohner konzipiert. Es nahm im Dezember den Betrieb auf.

Die Blumen sind noch nicht gesetzt, und der Rollrasen ist noch nicht verlegt. Aber ansonsten ist die Seniorenresidenz im Gestfeld vollendet. Am Samstag präsentierten die Mitarbeiter das Haus mit einem Tag der offenen Tür erstmals der Öffentlichkeit. Die Residenz gehört zur Belia GmbH, die wiederum Tochter der niedersächsischen Lindhorstgruppe ist. Im September 2016 begann der Bau an der Ecke von Hölderlinweg und Sudermannstraße. Im November war er fertiggestellt. Im Dezember zogen die ersten zwölf Bewohner in die Belia Seniorenresidenz ein, wobei Belia ein Kunstwort aus den Anfangsbuchstaben von "Besser leben im Alter" ist. "Wir wachsen langsam", erläutert Residenzleiterin Natascha Grzembke. "Jede Woche kommen zwei oder drei Bewohner hinzu, manchmal auch nur eine Bewohnerin. Um sich einzuleben, ist das günstig. Zurzeit haben wir 31 Bewohner, die jüngste ist 68 Jahre alt, die älteste 98. Im Herbst wollen wir voll belegt sein."

Die Seniorenresidenz gegenüber der Europaschule bietet 80 Bewohnern Platz. Sie haben eigene Zimmer mit einer Nasszelle, in der sich ebenerdige Dusche, Toilette und Waschbecken befinden. 16 Bewohner bilden eine Wohngruppe, von denen es im Endausbau fünf gibt. Eine Gruppe, die für Demenzkranke konzipiert ist, befindet sich im Erdgeschoss, das nach dem Eyller Berg benannt ist. Im Erdgeschoss liegen außerdem Küche und Essraum, in dem auch Besucher speisen können. Zwei Gruppen liegen in der ersten Etage, die nach dem Kamper Berg benannt ist. Wiederum zwei Gruppen finden in der zweiten Etage Platz, die Zeche Friedrich Heinrich getauft wurde. Passend zu den Namen hängen Bilder in den Fluren, zum Beispiel von der Eyller Kirche, dem Kamper Terrassengarten und dem großen Lintforter Förderturm. "Die meisten Bewohner kommen aus der Umgebung", berichtet Pflegedienstleiterin Meike Jablonski. "Sie haben einen starken Bezug zu ihrer Heimat. Oft wohnen ihre Verwandten in Kamp-Lintfort. Deshalb haben wir viele Besucher."

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Wie die Besucher stammen die Mitarbeiter aus dem Umfeld, neben Kamp-Lintfort vor allem aus den Städten in der Nachbarschaft. Sie werden angelehnt an den Tarif für den öffentlichen Dienst bezahlt. "Zurzeit haben wir 38 Mitarbeiter", berichtet Natascha Grzembke, die in Krefeld-Hüls wohnt. "Jeden Monat stellen wir ein. Die Seniorenresidenz bietet 50 volle Stellen." Bei dieser Zahl sind die Auszubildenden und Teilzeitkräfte nicht mitgerechnet. Zukünftig soll auch ein Kreis von Ehrenamtlichen hinzukommen, den die Seniorenresidenz aufbauen will. Das ist eines der Vorhaben, die für die 50-jährige Leiterin anliegen, wie die Vorbereitung der offiziellen Eröffnung, zu der auch Belia-Geschäftsführer Michael Burmester und Lindhorst-Geschäftsführer Alexander Lindhorst kommen sollen. Diese plant sie für den Mai oder Juni. "Dann ist auch der Garten fertig", sagt sie.

(got)
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