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Kamp-Lintfort: René Schneider (SPD) startet den Wahlkampf mit "Ansprechbar"

Kamp-Lintfort : René Schneider (SPD) startet den Wahlkampf mit "Ansprechbar"

Wahlkampf kann René Schneider. Erste Erfahrungen sammelte er im Gerhard-Schröder-Wahlkampf im Jahr 1998. Doch anders als früher zeigt sich sein eigener aktueller Wahlkampf, der am 14. Mai mit der Landtagswahl endet, mit einem zeitgemäßen Face-Lifting. Eine knallrote runde Zeltkonstruktion lädt interessierte Bürger ein. "Das ist unsere Ansprechbar", so der Landtagskandidat. Der politisch Interessierte bekommt aus der Maschine faire Kaffee-Spezialitäten und kann sich online oder offline an Wahlkampfthemen beteiligen. "Wir können online heute keinen Wahlkampf gewinnen, würden ihn aber ohne verlieren."

Unterstützt wird der Kamp-Lintforter von einem jungen Kernteam mit Philipp Richter, Hannah Bollig (beide Rheinberg), Michael Reinhardt (Xanten), Nadine Bogedain (Sonsbeck), Okan Cetin (Kamp-Lintfort) "Wir haben Bock auf Wahlkampf", sagt Bollig. Martin Schulz als Kanzlerkandidat sorgt für Wind unter den Flügeln der Wahlhelfer. Das Team um Schneider hat publikumswirksame Aktionen für die nächsten 72 Tage geplant. "Ein Wahlkampf-Marathon und knüppelhart", prognostiziert Schneider. Er will sich auf Wochenmärkten präsentieren, an 5000 Haustüren läuten, um sich und die Ziele einer SPD-geführten Landesregierung vorzustellen. Hinzu kommen Wanderungen mit 25 km-Etappen.

Thematisch geht es um drei Komplexe: innere Sicherheit, Bildung und Wirtschaft. "Gerade das Thema Sicherheit ist schwierig, da es emotional besetzt ist. Es wird mit Gefühlen gespielt, wenngleich objektiv Einbruchszahlen nicht gestiegen sind", so Schneider. "Wir müssen mit Vorurteilen aufräumen und Fakten sprechen lassen." Aktuell seien 2300 Polizeianwärter in der Ausbildung. NRW sei sicher. Schneider: "Mehr geht wegen der vorhandenen Technik und der Ausrüstung nicht."

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Bei dem schulpolitischen Thema G8/G9 plädiert er für Wahlfreiheit. Schulische Herausforderungen seien Inklusion und Integration sowie ein erhöhter Betreuungsbedarf. Kitas sollen gebührenfrei in den Kernzeiten sein, eine einheitliche Gebührentabelle die Grundlage für weitere Angebote. Die eher klammen Kommunen sollen als Träger großzügig gefördert werden. NRW als wirtschaftliches Schlusslicht zu bezeichnen, sei falsch: "Jeder fünfte Euro in Deutschland wurde von Unternehmen in NRW erwirtschaftet." Vom Negativ-Wahlkampf distanziert sich Schneider. "Wir sehen positiv nach vorne", sagt er. Sein Slogan: "Politik mit einem Lächeln".

(RP)