Kamp-Lintfort: Rekord im Kloster Kamp

Kamp-Lintfort: Rekord im Kloster Kamp

Das Jahr 2017 verlief für das Geistliche und Kulturelle Zentrum positiv. Auch 2018 locken zahlreiche Höhepunkte.

Das Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp hat seine Teilnehmer- und Besucherzahlen für das Jahr 2017 präsentiert. 33.000 Menschen nahmen an den Veranstaltungen teil, zum vierten Mal in Folge begrüßte die ehemalige Abtei mehr als 30.000 Besucher. Café- und Ladenbesucher sind nicht eingerechnet. "Die Menschen merken, dass sie ernstgenommen und angenommen werden. Jeder so wie er ist", sagt Peter Hahnen. Der Theologe leitet seit nunmehr knapp fünf Jahren das Zentrum. "Man muss nicht speziell fromm sein, es reicht, suchend zu sein. Das spüren die Menschen." Diese Offenheit sei jedoch nicht der einzige Grund für den Erfolg des Klosters. "Wir treffen den Nerv der Zeit. Wir spüren das Bedürfnis nach neuen Formen", sagt Hahnen.

Die Zahlen geben ihm recht. Insgesamt 878 Veranstaltungen fanden 2017 rund um das Kloster Kamp statt. Sowohl bei Konzerten und Lesungen als auch im Museum haben die Besucherzahlen weiter zugenommen. Im Förderkreis gibt es nun 106 Mitglieder. Die Zahl der Ehrenamtlichen ist erneut auf 111 Personen gestiegen. Besonders erfreulich sei auch die geografische Ausbreitung. "Die Helfer kommen nicht mehr nur aus der direkten Umgebung des Klosters. Wir haben Ehrenamtliche aus der gesamten Region Niederrhein." Hahnens liebste Veranstaltung war 2017 der, wieder einmal ausgebuchte, Tag der Stille. Dort können die Gäste die Tradition klösterlichen Schweigens entdecken und für sich nutzen.

Auch 2018 finden wieder viele Veranstaltungen statt, auf die sich die Kloster-Besucher freuen können. Im Herbst soll es in einer Kooperation mit dem Klartext-Verlag eine Ausstellung zum Thema Haldenkult geben. Fest terminiert ist dagegen schon "Blickfest. Gemälde zur Lage". Ab dem 7. Juli werden im Gewölbekeller Bilder des Malers Oliver Estavillo gezeigt. Der Deutsch-Amerikaner ist besonders für seine gesellschaftskritischen Arbeiten bekannt. Bereits am 3. März beginnt die Ausstellung "a life in one moment" des Reisefotografen Michael Westermann im Museum Kloster Kamp. In Kooperation mit der Galerie Schürmann werden Bilder aus den Reisen Westermanns in den letzten sieben Jahren zu sehen sein. Westermann fotografiert vor allem Szenen, die die Menschen in ihrem typischen Lebensumfeld zeigen. So können die Besucher in den Alltag von Laoten, Vietnamesen, Philippinern, Bolivianern und Brasilianern eintauchen. Überall dort war Westermann zuletzt mit seiner Kamera unterwegs.

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Abseits der besonderen Termine bleibt auch 2018 der normale Betrieb erhalten. Im Klosterladen werden sieben Tage die Woche Bücher, Kirchen-Devotionalien, aber auch Gebäck und Klosterlikör verkauft. Im Kloster-Café können sich die Besucher auf Spendenbasis bei Kaffee und Kuchen erholen. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, wird bald jedoch rund um die Uhr virtuell erkundbar sein. "Wir planen eine App für Schüler und junge Erwachsene. So soll das Museum auf dem Smartphone erlebbar gemacht werden, inklusive Quiz und virtuellem Rundgang."

Spenden-Café und Klosterladen des Zentrums Kloster Kamp bleiben von Rosenmontag bis Mittwoch, 7. März, geschlossen. Grund dafür sind Sanierungsarbeiten, mit denen die RAG MI Bergschäden an den alten Gebäuden beheben muss. Geöffnet sind die Büros und auch etwa der Museumsshop in der Schatzkammer.

(mlat)