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Klimawandel in Kamp-Lintfort Politik spricht über Trinkwasserbrunnen

Kamp-Lintfort · Die SPD-Fraktion in Kamp-Lintfort beantragt zur nächsten Sitzung des Hauptausschusses, einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen auf dem Karl-Flügel-Platz zu installieren. Der Seniorenrat fordert mehr – die Erstellung eines Hitzenotfallplans.

 Die SPD in Kamp-Lintfort möchte einen Trinkwasserbrunnen auf dem Karl-Flügel-Platz aufstellen lassen.

Die SPD in Kamp-Lintfort möchte einen Trinkwasserbrunnen auf dem Karl-Flügel-Platz aufstellen lassen.

Foto: dpa/Andreas Arnold

Extreme Temperaturen im Sommer, Trockenheit und Dürre: Städte sind gefordert, die Lebensqualität ihrer Bewohner dem Klima anzupassen. Im nächsten Hauptausschuss befasst sich das Gremium deshalb mit einem Antrag der SPD-Fraktion, einen öffentlichen Trinkwasserbrunnen auf dem Karl-Flügel-Platz zu errichten.

Solche kostenlosen Trinkbrunnen mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser würden, erläutert die SPD-Fraktion, einen wichtigen Beitrag zum Gesundheits- und vor allem Hitzeschutz leisten. Die Brunnen seien darüber hinaus verpackungsfrei und würden zum Umweltschutz beitragen. Als Standort komme der Karl-Flügel-Platz in Betracht, weil dieser Ort gerade im Sommer mit seinem Sitzplätzen zum Aufenthalt genutzt werde. Außerdem ermögliche die Nähe zum Rathaus eine kostengünstige Installation,  so die Sozialdemokraten.

Einen deutlich weiter gehenden Antrag hatte der Seniorenrat jüngst im Sozialausschuss gestellt. Er forderte die Erstellung eines Hitzenotfallplans für die Stadt Kamp-Lintfort  – insbesondere mit Blick auf die steigende Zahl der Senioren. „Ältere Menschen sind aufgrund ihres fortschreitenden Alters und möglicher gesundheitlicher Einschränkungen besonders anfällig für Hitzestress und Hitzeerschöpfung. Daher halten wir es für äußerst wichtig, proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden während heißer Sommermonate zu gewährleisten“, heißt es im Antrag.

Gefordert wird zum Beispiel die Schaffung seniorengerechter Bänke, die Schattenplätze bieten. Als notwendig angesehen wird die Einrichtung von Trinkstationen in verschiedenen Bereichen der Stadt, damit die Senioren ausreichend hydriert bleiben. Überdachte Pavillons und Pergolen könnten Treffpunkte und Rückzugsorte sein. Der Seniorenrat sieht aber auch die Notwendigkeit einer Sensibilisierungskampagne, damit Senioren und ihre Betreuer über die Risiken extremer Hitze informiert würden. Die Stadt solle außerdem eng mit Pflege- und Seniorenheimen zusammenarbeiten.

(RP)