Picknick am Kamper Berg stimmt auf die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort ein.

Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort : Picknick am Kamper Berg stimmt auf die Landesgartenschau ein

Die Landesgartenschau-GmbH hat 244 Tage vor der Eröffnung der Veranstaltung zu einem Picknick auf die Streuobstwiese am Kamper Berg eingeladen.

In acht Monaten eröffnet die Landesgartenschau. Um einen Vorgeschmack auf das Ereignis zu geben, das das größte in der Geschichte der Stadt werden könnte, lud die Landesgartenschau GmbH am Samstag zu einem weiteren Countdown ein. Dieses Mal zu einem Picknick. 244 Tage vor dem 17. April präsentierten sich zehn Aussteller und Verbände auf der Streuobstwiese am Fuß des Kamper Berges liegt. Darunter war auch der Briefmarken- und Münzsammlerverein. „Am Eröffnungswochenende der Landesgartenschau gibt es zwei Sonderstempel“, berichtete Schatzmeister Bruno Bretzke.

„Die Sonderstempel setzt das Erlebnisteam der Deutschen Post, aber nur am 17. und 18. April.“ Auf dem einen ist das Laga-Blumenmotiv zu sehen, auf dem anderen das Erdmännchen Kalli. „Die Stempel sind genehmigt“, berichtete der Schatzmeister. „Das gilt auch für die Sonderbriefmarken.“ Sie haben vier Motive. Zu den zwei Motiven, die denen den Sonderstempeln gleichen, kommen zwei Motive mit jeweils einem Erdmännchen. Diese zeigen ein Fotomotiv, das Angelika Sturmeit von der Werbegemeinschaft Kamp-Lintort inszeniert hatte: eine Erdmännchen-Figur zwischen Schneeglöckchen. Unter anderem Stadt, Stadtwerke und Sparkasse haben zugesagt, 2020 ihre Briefe nicht mehr durch Frankiermaschinen laufen zu lassen, sondern mit diesen Briefmarken zu bekleben, von denen jeweils zwei einen Wert von 60 und zwei einen von 80 Cent haben.

Erstmals stellte die Natur- und Umweltakademie Nordrhein-Westfalen ihr Vorhaben vor, auf einer Parzelle auf dem Laga-Gelände einen Nutzgarten anzulegen, um so für das urbane Gärtnern zu werben. „Gepflanzt werden zum Beispiel Erdbeeren, Pflücksalat oder Färberpflanzen“, so Akademie-Mitarbeiter Jan Kern. „Wir bieten ein grünes Klassenzimmer an. Kinder können dort zum Beispiel lernen, mit Färberpflanzen zu färben.“ Am Samstag präsentierten sich Vereine wie der interreligiöse Verein „Garten Eden“, der im Herbst einen Garten der Ruhe, des Gesprächs und des Austauschs anlegt. Die Spiel- und Tier-Oase Kalisto stellte ihr Projekt vor, auf eineinhalb Hektar einen kleinen Tierpark zu bauen, auf dem unter anderem ein Haus für Erdmännchen entstehen soll. Kalisto-Biologin Stephanie Winkendick nahm die dunklen Wolken und die Regentropfen am Samstag gelassen: „Bei dem Wetter sind die meisten zuhause geblieben –leider. Für ein Picknick auf der Wiese war es zu nass. Dabei war die Idee gut.“

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