Offene Pforte So blüht es in den Kamp-Lintforter Gärten

Kamp-Lintfort · Zum siebten Mal öffnen die „Kamp-Lintforter Gärten“ ihre Pforten. Am Samstag, 17., und am Sonntag, 18. Juni, können Interessiere die vielfältige Gartenlandschaft in der Stadt entdecken. Wo es besonders schön blüht.

Stefano Heitmann und Ursula Adams beteiligen sich an der Aktion „Kamp-Lintforter Gärten“ und öffnen ihre Gartenparadiese. Beide haben sich grüne Oasen mitten in der Stadt geschaffen.

Stefano Heitmann und Ursula Adams beteiligen sich an der Aktion „Kamp-Lintforter Gärten“ und öffnen ihre Gartenparadiese. Beide haben sich grüne Oasen mitten in der Stadt geschaffen.

Foto: Norbert Prümen

Ursula Adams begrüßt gerne Gäste in ihrem Gartenparadies an der Leuchtstraße – ob zur Offenen Gartenpforte und wie jetzt am 17. und 18. Juni zu den „Kamp-Lintforter Gärten“. Die Besucher kommen gerne vorbei. Denn Ursula Adams hat auf 1400 Quadratmetern viel Blühendes zu bieten. „Die Rosen werden dann gerade richtig in Blüte stehen. Und auch eine ganze Reihe von Stauden zeigen sich von ihrer schönsten Seite“, erzählt die Saalhofferin, deren grüne Oase mit verschiedenen Akzenten aufwartet: einem Bauerngarten mit einem kleinen Teich, diversen Staudenbepflanzungen, einem Nutzgarten und historischen Rosen. Ursula Adams gehört zu den 13 Kamp-Lintfortern, die am Wochenende vom 17. und 18. Juni ihre Gärten für Besucher öffnen. Zum siebten Mal möchte die Projektgruppe im Förderverein Landesgartenschau 2020, die sich 2015 gegründet hatte, mit der Aktion „Kamp-Lintforter Gärten“ die Begeisterung für das Gartenwesen und für die Gartenkunst bei Jung und Alt wecken.

Im Mittelpunkt stehen die Vielfalt der Blumen- und Pflanzenwelt sowie die gärtnerischen Gestaltungsmöglichkeiten. Das Interesse ist groß. „Wir haben im vergangenen Jahr an nur einem Tag 300 Besucher begrüßt“, berichtet Stefano Heitmann, der zum Projektteam gehört und den eigenen Garten an der Saalhoffer Straße öffnet. Die Familien Heitmann und Hilse betreiben dort auf 1200 Quadratmetern einen Drei-Generationen-Garten mit Koi-Teich, Streuobstwiese, Bauerngarten und Stauden. Stefano Heitmann hat bei den Gartenfreunden ein wachsendes Interesse an der Selbstversorgung festgestellt. In seiner grünen Oase wachsen etwa 20 verschiedene Gemüsearten. Und es wächst so viel, dass die große Gefriertruhe immer voll ist, die Einmachgläser gut gefüllt sind und ein neu angeschaffter Dörrautomat im Einsatz ist. Heitmanns Ehefrau Katrin hat eine Ausbildung zur Baumwartin für Streuobstwiesen gemacht. „Dort lernt man den Oeschberg-Schnitt, damit die Obstbäume alt werden können“, erläutert Stefano Heitmann. Seine Familie hat vor allem alte Obstbaumsorten angepflanzt. „Bei uns wächst unter anderem der Edelborsdorfer. Es ist die älteste dokumentierte Apfelsorte in Deutschland“, berichtet der Gartenfreund, dessen Familie immer schon Nutzgärten hatte. „So hat sich viel Wissen weitergegeben“, betont er.

Das Publikum, das sich die offenen Gärten anschaut, sei verschieden. „Da sind die Experten, die selbst einen großen Garten haben, und Leute, die neu anfangen wollen“, weiß Ursula Adams. Die „berühmten Themen“ seien an solchen Tagen Maulwurf, Schnecken, Wühlmaus und Giersch, weiß sie aus Erfahrung. Ursula Adams gibt ihr Wissen gerne weiter, macht Staudenempfehlungen, weiß Nützliches über Samen, Bodenbeschaffenheit und Lage. Sie selbst ist gerade dabei, das Beet ihrer Trockenmauer umzugestalten. Erstmals bei den Kamp-Lintforter Gärten dabei ist übrigens die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition. Sie hat am Museumshaus an der Ebertstraße einen historischen Bergmannsgarten angelegt. Käthe Pittgens lädt an der Oststraße in ihren Bauerngarten ein. Und auf dem Abelshof an der Haarbeckstraße informiert Karl Barra über Hummeln und Hummelnisthilfen. Außerdem ist dort ein Waldgarten im Entstehen.

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