Neues Mitglied fürs Kommunale Rechenzentrum in Kamp-Lintfort

Neue Aufgaben in Kamp-Lintfort: Kreis Mettmann wird neues Mitglied im Rechenzentrum

    Der Kreis Mettmann tritt dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) bei. Das hat der Kreistag des Kreises Mettmann bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Ab dem 1. Januar 2019 erhalten die jetzigen Mitglieder des Zweckverbandes – die Städte Bottrop und Krefeld sowie die Kreise Kleve, Viersen und Wesel – Zuwachs.

Das KRZN mit Sitz in Kamp-Lintfort und der Kreis Mettmann erwarten von der Zusammenarbeit qualitative Verbesserungen und Kosteneinsparungen. „Wir freuen uns, dass sich der Kreis Mettmann für das KRZN entschieden hat“, betonte Dr. Andreas Coenen, Verbandsvorsteher des KRZN. „Das bestätigt unsere gute Arbeit, die wir seit Jahren in der Versorgung kommunaler Verwaltungen leisten.“ Innerhalb der kommenden vier bis sechs Jahre soll der gesamte Umstellungsprozess abgeschlossen sein. Den Start markiert eine Umstellung des Finanzwesens auf eine Lösung der Firma SAP, die Anfang 2019 beginnt und ein Jahr dauern wird. „Wir versprechen uns von der Zusammenarbeit Synergieeffekte unter anderem bei der Bereitstellung von Fachanwendungen, beim technischen Betrieb, bei der Hardware-Beschaffung und im administrativen Bereich“, so Coenen weiter.   Zehn Prozent der IT-Gesamtkosten könne der Kreis Mettmann durch die Umstellung einsparen. Alle 61 Mitarbeiter der Kreis-IT erhalten das Angebot, zum KRZN zu wechseln oder in der Kreisverwaltung zu bleiben. Einsparpotenziale seien allerdings nur ein Grund für den Zuschlag gewesen, betonte Coenen. Die hohe Wirtschaftlichkeit des KRZN, seine Eigentümerstruktur mit ausgewogenen Stimmrechten und die gute Position im Wettbewerb um Fachkräfte hätten den Ausschlag für die Entscheidung für das KRZN gegeben. Im nächsten Schritt werden das KRZN und der Kreis Mettmann einen Fusionsvertrag aushandeln, der in die Gremien des KRZN und den Mettmanner Kreistag eingebracht wird. Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort gehört zu den zehn größten kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands und versorgt am Niederrhein mehr als 15.000 Büroarbeitsplätze in den Rathäusern und Kreisverwaltungen mit Informationstechnik. Zu den Aufgaben des Zweckverbandes zählen die Entwicklung, Einführung, Wartung und der Betrieb der IT-Anwendungen. Am Standort in Kamp-Lintfort arbeiten mehr als 300 Beschäftigte.

(RP)
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