Naturschützer finden toten Uhu in Kamp-Lintfort.

Naturschutz in Kamp-Lintfort : Naturschützer finden toten Uhu

Am Rande des Eyller Berges wurde Anfang Mai ein toter Uhu gefunden und an das Kamp-Lintforter Nabu-Mitglied Otto Sartorius übergeben. Ob es sich um den Uhu handelt, der im vergangenen Jahr auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks West genistet haben soll, kann Sartorius nicht mit Bestimmtheit sagen.

„Die Vögel werden häufig nicht mehr beringt“, erklärte er auf RP-Anfrage. Dass dort ein Uhu-Paar festgestellt worden war, hatte ihm die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr auf seine Anfrage hin bestätigt. Nach Rücksprache mit einem Mitarbeiter des Kreises Wesel habe er, so Otto Sartorius, das tote Tier in die Greifvolgelstation des Kreises Wesel gebracht. „Die Untersuchung ergab, dass das Tier keine Schussverletzungen aufweist und auch nicht vergiftet wurde“, infomiert der Naturschützer.

Wie Sartorius berichtete, habe es sich um ein schon älteres Weibchen gehandelt, das eines natürlichen Todes gestorben sei. Sein Gewicht habe drei Kilogramm betragen. Der Vogel habe ein Spannweite von 1,6 Meter gehabt. „Bei Uhus handelt es sich um eine streng geschützte Art“, erklärte Sartorius. Die Brutverbreitung liege in Nordrhein-Westfalen bei rund 300 Paaren.

(aka)
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