Kamp-Lintfort: Nachwuchs Tag und Nacht beim Basketball

Kamp-Lintfort : Nachwuchs Tag und Nacht beim Basketball

Drei Tage, 40 Kinder und viele Basketbälle: Im Trainingscamp können sich Kinder während der Ferien austoben.

Ob Frühstück, Training und Übernachtung — die 40 Basketball-Talente, die sich seit gestern in der Kamp-Lintforter Glückauf-Halle dem Ball hinterher jagen, sind rund um die Uhr zusammen. Das Trainingscamp des Vereins BG Lintfort zum Jahresbeginn genießt bei Eltern wie Kindern einen ausgezeichneten Ruf.

Acht Betreuer wollen die Jungen und Mädchen in den nächsten Tagen so richtig auf Trab bringen. "Bald startet die Rückrunde. Da ist das Camp als Vorbereitung sehr hilfreich", erklärt Organisatorin Ruth Durdel, selbst Mutter von drei Kindern. Ihr jüngster Sohn, Jochen (16), wurde im vergangen Jahr Deutscher Meister, Betreuerin Sarah Stock (17), ist gerade von einer Länderspielreise aus Spanien zurückgekehrt. Beide waren früher selbst als Camp-Reilnehmer dabei. "Durch das tägliche Miteinander lernen sich die Spieler untereinander besser kennen", sagt Durdel. "Das bekommt man mit einem Ein-Tages-Ausflug nicht hin." Sie und die Betreuer beaufsichtigen die Acht- bis Zwölfjährigen ehrenamtlich. Die meisten Teilnehmer sind auch Mitglieder im Verein. "Wir laden immer erst die Lintforter Kinder ein. Die Nachfrage war in diesem Jahr besonders groß", berichtet Trainer Tobias Liebke. "Wir versuchen, individuell auf die Kinder einzugehen", sagt der Coach. Bei 40 Kindern eine echte Herausforderung.

Der Zeitpunkt sei perfekt für ein Trainingscamp. "Nach Weihnachten und Silvester haben die Kinder noch ein paar Tage frei und nichts zu tun. Da kommt so ein Camp sehr gut an.".

Jeden Morgen um 8 Uhr werden die Teilnehmer geweckt, Punkt 10 Uhr startet die erste Trainingseinheit. Doch zuvor ist ein Check angesagt: Sind die Schuhe vernünftig zugebunden? Hat jeder seinen Basketball richtig beschriftet?

Bei der ersten Trainingseinheit sind die Teilnehmer noch sehr diszipliniert, sagt Markus Plüm, Sprecher der Basketballgemeinschaft. "Spätestens am zweiten Tag probieren sie aus, wie weit sie gehen können. Aber die Regeln kennen sie auch aus den Trainingsstunden", sagt Plüm. Eine weitere Campregel ist das Handyverbot. Die Kinder sollen die Zeit miteinander verbringen und dabei ohne digitale Medien auskommen," sagt Durdel. Das habe bisher auch immer gut geklappt.

(anli)
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