Kamp-Lintfort: Musikfestival spielt in fünf Städten

Kamp-Lintfort: Musikfestival spielt in fünf Städten

Das 15. Kammermusikfest Kloster Kamp findet vom 22. bis 29. Juli statt. Mehr als 20 Musiker erarbeiten in für jedermann offenen Proben Meisterwerke der Romantik und präsentieren die Ergebnisse in sieben Konzerten.

Das Kammermusikfest Kloster Kamp öffnet Türen: Erstmals findet im Rahmen des Festivals ein Konzert auf Schloss Leyenburg statt. Jeannette von der Leyen, Organisatorin des Festivals, konnte die Eigentümer des liebevoll restaurierten Herrensitzes in Rheurdt dafür gewinnen, die Leyenburg exklusiv für eine Benefizgala zugunsten des Kammermusikfests zu öffnen. Am Freitag, 27. Juli, erklingen dort Werke von Beethoven, Mozart und Schubert. Das Musikfest finanziert sich auch in seiner 15. Ausgabe unabhängig von öffentlichen Mitteln. 25 Prozent der Einnahmen aus dem Konzert sollen deshalb ins Festival zurückfließen, um den Fortbestand zu sichern. Das Kammermusikfest, das vom 25. bis zum 29. Juli stattfindet, bleibt sich dennoch treu. Auch in diesem Jahr erarbeiten mehr als 20 Musiker aus aller Welt in offenen Proben die Meisterwerke der Klassik und der Romantik und präsentieren sie in sieben Konzerten.

"Unser Konzept hat sich als richtig erwiesen", sagen Jeannette von der Leyen und Katharina Apel, die gemeinsam mit Alexander Hülshoff für die künstlerische Leitung verantwortlich zeichnet. "In den offenen Proben erleben die Besucher, wie sich die Musiker eine Komposition vom ersten Bogenstrich an erarbeiten. Dieser Werkstatt-Charakter lockt viele junge Besucher an, im letzten Jahr haben wir etliche Studenten begrüßt." Der Eintritt zu den Proben ist kostenlos. In sieben Konzerten in fünf Städten werden die Ergebnisse der gemeinsamen Probenarbeit schließlich präsentiert. Das Auftaktkonzert findet am Mittwoch, 25. Juli, im Audimax der Hochschule Rhein-Waal statt. Weitere Konzertorte sind das Martinstift in Moers, der Rokokosaal des Klosters Kamp in Kamp-Lintfort, Schloss Ossenberg in Rheinberg, Schloss Bloemersheim und die Johanneskirche in Rayen, die sich heute im Besitz der Familie Welling befindet. Das Festival kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Das Ensemble setzt sich nur aus Streichern und Pianisten zusammen. Erstmals dabei sind Yannick Rafalimanana, stellvertretender Professor an der Folkwang Universität der Künste, Gregory Ahss, Konzertmeister der Camerata Salzburg, Béatrice Muthelet, Solobratscherin des Mahler Chamber Orchestra, und Robert Cohen, Professor an der Royal Academy of Music London. Das Publikum darf sich auf kammermusikalische Leckerbissen freuen: Auf dem Programm steht zum Beispiel die nur selten gespielte Urfassung von Brahms Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8. "Johannes Brahms hatte sie später selbst gekürzt", erläutert Katharina Apel. In einem weiteren Konzert bringen die Musiker mit Werken von Jean Cras, Maurice Ravel, Nadia Boulanger und Gabriel Fauré ein rein französisches Programm zu Gehör. Im Nachtkonzert gibt es natürlich nächtliche Werke. Eintrittskarten zu den Konzerten gibt es im Zentrum Kloster Kamp, im Schuhhaus Dismer Moers, für die Matinee im Kulturbüro Rheinberg, für das Abschlusskonzert im Bürgerbüro Neukirchen-Vluyn. Der Eintritt kostet 21 Euro. Die Tickets für das Galakonzert kosten 85 Euro. www.kammermusikfest-klosterkamp.de

(RP)