Musik-CD: Kamp-Lintforter singt Liebeserklärung an den Niederrhein.

Musik in Kamp-Lintfort : Eine Liebeserklärung an den Niederrhein

Musikproduzent und Fotograf Frank Reinert bringt im Herbst eine neue CD heraus. Als Sängerin gewann er Susanne Drieß.

„Niederrhein, man muss ihn lieben“, unter diesem Titel veröffentlicht der gebürtige Kamp-Lintforter Fotograf und Musikproduzent Frank Reinert im Herbst eine CD mit insgesamt zwölf „musikalischen Liebeserklärungen“ an seine Heimat. Einige der darauf befindlichen Songs kann man schon jetzt auf Youtube probehören. „Der Niederrhein ist schön. Das merkt man erst, wenn man eine Weile woanders gelebt hat.“ Frank Reinert weiß, wovon er spricht. Der heute 56-Jährige war viele Jahre als Keyboarder mit verschiedenen Bands in ganz Deutschland unterwegs und hat später die Titelmelodie für die beliebte ARD-Sachsenklinik-Serie „In aller Freundschaft““ komponiert.

Darüber hinaus war er mit einem Freund zusammen in Wuppertal und Düsseldorf für die musikalische Produktion zahlreicher Werbespots verantwortlich. Seit acht Jahren ist er jetzt wieder daheim und entdeckt seine alte Heimat seitdem fast täglich neu mit der Kamera, wobei es ihm neben der vielfältigen Landschaft vor allem die alten Zechenbauten hier angetan haben. Die Idee, den Niederrhein auch musikalisch zu ehren, kam ihm allerdings erst in diesem Frühjahr bei der Komposition eines Liedes für die Diamantene Hochzeit seiner Eltern, das er dann auf der Feier mit Susanne Drieß zusammenvortrug. Die 49-jährige Kamp-Lintforter Friseurmeisterin ist zwar schon viele Jahre Mitglied im Kamp-Lintforter Gospelchor „Lightning Soul“, als Teil eines Gesangsduos war sie bis dahin allerdings noch nie aufgetreten. Deswegen hatte sie anfangs auch noch entsprechend unsicher reagiert, als Frank Reinert mit seiner Idee eines gemeinsamen Albums an sie herangetreten war. Und auch später vor dem Mikrofon in seinem Studio sei sie anfangs noch ziemlich befangen gewesen, bekennt sie.

Doch einmal begonnen, war dann fast jeden Tag ein neuer Niederrhein-Song oder zumindest die Idee dazu entstanden. Bis auf einen Titel, der sich musikalisch stark an dem bekannten irischen Volkslied „Whiskey in the Jar“ orientiert, stammen alle Kompositionen, Texte und instrumentalen Arrangements der CD ausschließlich aus der Feder von Frank Reinert. Dabei reicht der Sound von Pop, Rock über Schlager und Latino-Rhythmen bis hin zu afrikanischen Klängen und leisen Balladen. Susanne Drieß ist darauf „lediglich“ als Sängerin zu hören, obwohl sie neben Querflöte auch noch einige andere Instrumente beherrscht. Die, so hofft sie, kommen ja, vielleicht, wenn alles klappt, bei einer weiteren gemeisamen CD zum Einsatz.

„Dazu müsste ich aber noch ziemlich üben.“ Vorerst planen sie und Frank Reinert jedoch erst einmal ein paar kleinere Projekte. Zum Beispiel die Produktion spezieller Städte-Songs oder musikalische Beiträge für diverse Touristikplattformen. Auf die Frage, ob man sie demnächst vielleicht auch gemeinsam auf der Bühne erleben kann, wollten sich die beiden zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht äußern. „Vielleicht. Wenn man uns fragt.“ Susanne Drieß nimmt dafür zumindest jetzt schon mal vorsorglich Gesangsunterricht. „Man will sich ja weiterentwickeln“, erklärt sie. Die Arbeit im Studio hat mir jedenfalls sehr viel Spaß gemacht.“

„Ja mir auch. Wir haben super zusammengearbeitet“, bestätigte Musikproduzent Frank Reinert und sah seine Gesangspartnerin dabei verschmitzt von der Seite an: „Ich war mir übrigens vom ersten Moment an sicher, dass Susannes Stimme die richtige ist. Jetzt hoffen wir beide nur noch, dass unsere CD möglichst vielen Leuten gefällt“, erklärt er nicht ohne Stolz.