Kamp-Lintfort: Mit der App auf der Spur der Schatzkammer

Kamp-Lintfort : Mit der App auf der Spur der Schatzkammer

Nicht nur Muttertag wurde gestern gefeiert, sondern auch der Internationale Museumstag, und das zum 41. Mal. Das diesjährige Motto "Netzwerk Museum - neue Wege, neue Besucher" haben Dr. Peter Hahnen und seine Mitstreiter vom Museum Kloster Kamp wörtlich genommen. Erstmals hatten Besucher die Möglichkeit, sich der "Schatzkammer" von Kloster Kamp auf ganz neue Weise zu nähern, nämlich mit einer App.

Dieses kleine Programm, das man vor Ort kostenfrei auf sein Smartphone laden kann, führt mit kurzen Info-Texten, Quizfragen zum Ankreuzen sowie kleinen Aufgaben durch die Ausstellung am Abteiplatz. 15 bis 30 Minuten ist man damit beschäftigt, je nachdem, wie viel Zeit man sich für die Ausstellungsstücke nimmt. Zu Beginn gilt es, die Figur über dem Eingang zu fotografieren, ihren Namen (Heilige Agatha) herauszufinden und zu erkennen, was sie in Händen hält (Zange und Palmzweig). Wenn man die richtigen Antworten antippt, erscheint ein Sparschwein und mit klingendem Geräusch werden einem zwei Punkte gutgeschrieben. Wer die anschließende Erklärung auf dem Bildschirm liest, erfährt auch noch, was es mit diesen beiden Gegenständen auf sich hat. Mithilfe der App wird im ersten Raum des Museums die Aufmerksamkeit auf das große Gemälde mit dem Stammbaum gelenkt. Um die Quizfrage zu beantworten, muss man die Info-Tafel schon kurz überfliegen. Nicht alle Ausstellungsstücke sind in der App verarbeitet. Dies sei beabsichtigt, um die meist junge Zielgruppe nicht zu überfordern, erklärt Hahnen.

"Die App ist kinderleicht zu bedienen, ist lehrreich und macht Spaß", lauteten die ermutigenden Rückmeldungen der Probeläufe. Sogar einen eigenen W-Lan-Hotspot hat das Museum eingerichtet. Das Quiz lässt sich alleine spielen oder als Team-Runde, bei der die Ergebnisse sofort verglichen werden können. Wer mag, kann sich eine Mail mit dem eigenen Platz im Ranking schicken lassen.

Konzipiert hat Hahnen die Museums-App für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren und dabei an Schulklassen, aber auch an Eltern oder Großeltern mit Kindern gedacht. Eine Führung, wie Hahnen und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter anbieten, ersetzt die App nicht. Vielmehr ist sie als reizvolles Zusatzangebot zu sehen, das neue Besuchergruppen anlocken und neue Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen kann.

(rauh)
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