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Mit den Freien Radlern aus Kamp-Lintfort den Niederrhein erkunden

Die Saison startet : Mit dem Rad den Niederrhein erfahren

Die Fahrradsaison startet. Tipps für Mai-Touren und eine gelungene Vorbereitung geben die Freien Radler Niederrhein aus Kamp-Lintfort.

Die Vorfreude auf die Fahrradsaison kennt Ralph Grützmacher zu gut. „Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen ins Freie locken, geht es bei uns so richtig los“, sagt er. Grützmacher sitzt als Tourenleiter bei den Freien Radlern Niederrhein mit Sitz in Kamp-Linfort fest im Sattel und kennt den Niederrhein mit seinen versteckten, autofreien Wegen wie seine Westentasche. Er ist passionierter Radler, der selbst zu seinem Arbeitsplatz in Duisburg radelt. Große und kleine Touren gehören mit den ersten warmen Temperaturen für ihn ins Freizeitprogramm. Die Heimat mit verschiedenen Zielen lässt sich gut erradeln. Rastpunkte sorgen für eine kurze Verschnaufpause, laden an interessante Örtlichkeiten, die sich bequem erkunden lassen.

„Bevor es allerdings los geht, dreht sich alles um den routinemäßigen Check des Fahrrades“, so der Rat von Ralph Grützmacher. Luft, Bremsen und der Tropfen Öl für die Fahrradkette des Trekking- oder City-Rades gehören dazu, ebenso wie die Überprüfung des batteriebetriebenen Fahrradlichtes. Das E-Bike mit Akku ist ein besonderes Thema. Der Akku braucht Pflege, vor allem wenn in den Wintermonaten das Rad nicht benutzt wurde. „Der Akku sollte im Winter abgenommen und im Trocknen gelagert werden. Kurz vor der Saison wird er geladen“, sagt Grützmacher. Geht es dann los, gehört in die Fahrradtaschen zum Flickzeug leichter Proviant. „Obst, Schokoriegel und vor allem eine Wasserflasche müssen mitgenommen werden“, rät Grützmacher.

„Wir haben ganz unterschiedliche Ziele im Angebot. Die Touren sind bewährt und richten sich an Familien mit Kindern, an ältere Radler, die mit E-Bike oder Pedelec unterwegs sind wie an den Profiradler“, sagt der Tourenleiter, der dabei zum Tragen des Helms rät. Für die RP-Leser hat er eine der Rundfahrten mit rund 50 Kilometern ausgewählt. Sie führt von Kamp-Lintfort entlang der A 42 und auf alten Bahntrassen nach Duisburg-Walsum, und anschließend über die Fähre in Orsoy zurück auf die linke Rheinseite. „Bei all unseren Touren ist Kamp-Lintfort Start und Zielpunkt“, sagt der Tourenleiter. „Für mich ist diese Tour landschaftlich sehr reizvoll. Sehenswert ist Walsum als Industriestandort mit seinen Stahlwerken.“

Knapp fünf Stunden ist der Radler in gemütlichem Tempo unterwegs. Die Tour führt über die Kamp-Lintforter Ringstraße, Norddeutschlandstraße unter der B528 her, über den Donger Schulweg am Fuß der Halde Norddeutschland vorbei. Über Genend geht es Richtung Rheinkamp nach Utfort, weiter über die Rheinberger Straße (L137). Weitere markante Punkte sind die A42 mit Rheinüberquerung und die Weiterfahrt durch Duisburger Stadtteile wie Marxloh und Aldenrade führt nach Walsum, zur Fähre nach Orsoy. Das Übersetzen kostet zwei Euro. Der schmucke Rheinberger Stadtteil lädt auch zur Pause in Cafés und zum leckeren Eis ein. Von Orsoy aus geht es über Budberg zurück gen Heimat. „Für mich ist diese Tour auch reizvoll, weil sich individuelle Abstecher machen lassen. So von Orsoy aus nach Binsheim oder an den Lohheider See“, sagt Grützmacher.

Vielfalt ist bei allen Touren der Freien Radler Niederrhein angesagt, die sie über die Stadt Kamp-Lintfort entwickelt haben. Eine Kooperation mit dem Internetanbieter outdooractive ermöglicht die Online-Version. Das Smartphone ist ein zusätzlicher Helfer für die GPS-Koordinaten.

Weitere Infos unter www.freie-radler-niederrhein.eu und www.outdooractive.com