Mensa der Niersenbergschule in Kamp-Lintfort ist eröffnet

Bildung in Kamp-Lintfort : Mensa der Niersenbergschule ist eröffnet

Sie ist Teil des Projektes „Gute Schule 2020“. Bis 2021 gibt die Stadt acht Millionen Euro für weitere Mensen an Grundschulen und neue Klassenräume an der Europaschule aus.

Stampfkartoffeln, Leipziger Allerlei und eine kleine Hähnchenkeule standen als Hauptgericht auf der Speisekarte, als Bürgermeister Christoph Landscheidt und Beigeordneter Christoph Müllmann die Mensa der Niersenbergschule offiziell eröffneten. 80 Kindern schmeckte es. Viele holten sich noch einen Nachschlag. Als Besucher des Offenen Ganztages kommen sie bereits jetzt täglich in die Grundschule, die für sie erst am morgigen Mittwoch beginnt und für die „I-Dötze“ am Donnerstag.

Die Mensa wurde modern eingerichtet. Foto: Anja Katzke

„Unsere Kinder sollen während der Betreuungszeit vernünftig verpflegt werden“, sagte der Bürgermeister. Bis zu den Sommerferien 2018 besuchte auch sein Sohn Christopher Landscheidt diese Schule, die an der Einmündung der Fasanenstraße in die Saalhoffer Straße liegt. Dieser erlebte am Ende seiner Grundschulzeit mit, wie nach den Osterferien im Mai 2018 der Bau der Mensa begann, um die bisherige „sehr provisorische, sehr enge“ Lösung zu verändern, wie sie von Schulleiter Peter Schiffler bezeichnet wurde. „Die Essensausgabe fand in einem Klassenzimmer statt“, blickte er bei der Eröffnung zurück. „Die Küche war eine kleine Küche wie in einem Haushalt. Alles war eingerichtet für eine Gruppe im offenen Ganztag. Dafür war sie ausreichend.“ Allerdings reichte sie nicht für die vier Gruppen aus, die es heute im offenen Ganztag sind. Gut 100 Schüler der insgesamt gut 300 Niersenbergschüler sind von 8 und 16 Uhr in der Schule, um in zwei Schichten das Mittagsessen einzunehmen, die jüngeren ab 12.30 Uhr, die älteren ab 13.15 Uhr. Deshalb beschloss der Bildungs- und Kulturausschuss, die Niersenbergschule im Schulbauprogramm „Gute Schule 2020“ in die erste Priorität aufzunehmen und mit dem Bau der Mensa zu beginnen. Dieser kostete 600.000 Euro und war im Juni 2019 kurz vor den Sommerferien abgeschlossen. In den Räumen der einstigen Kinderbücherkiste, die ins Souterrain der einstigen Hauptschule am Niersenberg umgezogen war, entstand die Mensa. Deren Fertigstellung, die die erste im Projekt „Gute Schule 2020“ ist, erlebte die die Tochter des Bürgermeisters mit, bevor sie in die fünfte Klasse wechselte. Im Unterschied zur bisherigen provisorischen Lösung bestehen in der Mensa die Küchengeräte aus Edelstahl. Außerdem hat sie einen Kühlraum, getrennte Spülen, einen Fettabscheider, eine Abluftanlage und gekühlte Behältnisse für Essensreste. Ihre Wände und Böden sind gefliest. In der Mensa wird tiefgefrorenes Essen, das angeliefert wird, zubereitet. „Die Mensa ist hell und freundlich“, freute sich gestern Birgit Winante. „Sie hat eine schöne Atmosphäre.“ Sie begleitet als Teamleiter der Caritas den Offenen Ganztag. Aus der Probezeit der Mensa, die vor den Sommerferien vier Wochen dauerte, kann sie nur Positives berichten: „Den Kindern schmeckt`s. Sie essen fast immer auf. Bauamtsleiterin Christiane Tielsch berichtete gestern über den Stand der weiteren Projekte im Bauprogramm „Gute Schule 2020“, das vom Land mit 4,4 Millionen Euro unterstützt wird. Der Bau des Lernhauses an der Europaschule soll im Februar 2020 abgeschlossen sein. An der Sudermannstraße sollen für 4,9 Millionen Euro zwölf Klassenräume und sechs Differenzierungsräume abgängige Containerklassen ersetzen. Am Standort der Ernst-Reuter-Schule an der Mittelstraße soll im Februar 2020 der Bau einer Mensa mit Aula beginnen. Dieser ist mit 2,2 Millionen Euro veranschlagt. „Mit Baukostensteigerung dürften es zusammen 7,5 bis acht Millionen Euro werden“, sagte die Bauamtsleiterin. Neben dem Land und dem Bund beteilige sich die Stadt mit jährlich rund 0,5 Millionen Euro. Hinzu komme ab Sommer 2020 der Bau einer Mensa im Souterrain der Grundschule am Pappelsee, dessen Planung demnächst beginne. Die Kosten sind noch nicht ermittelt.

Mehr von RP ONLINE