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"Locals4Students": Kennenlernrunde für Kamp-Lintforter Studenten und ihre Paten

Aktion in Kamp-Lintfort : Kennenlernrunde für Studenten und ihre Paten

Mit der siebten Runde des Programms „Locals4Students“ entstehen erneut Patenschaften zwischen weltoffenen Kamp-Lintfortern und Studenten.

„Zusammen kochen, zusammen ins Kino gehen oder sich treffen und unterhalten.“ So beschrieb Lena Schweizer am Dienstagabend das Ziel des Patenschaftsprogramms „Locals4Students“. Die 23-jährige Hamburgerin studiert im fünften Semester Arbeits- und Organisationspsychologie und arbeitet neben dem Studium beim „Welcome Centre“ der Hochschule Rhein-Waal, die dieses Patenschaftsprogramm organisiert. Ortsansässige (englisch: Locals) und Studenten sollen sich kennenlernen, um eine Patenschaft aufzubauen, aus der sich eine Freundschaft entwickeln kann.

Um sich kennenzulernen, notierten am Dienstagabend drei Kamp-Lintforter, ein Moerser und sechs Studenten ihre Talente und ihre Hobbys, ihre Geburtsorte und ihre Lieblingsgerichte auf Zettel, die vermischt und von anderen vorgelesen wurden. Schnell errieten die Teilnehmer die Gesuchten, um ins Gespräch zu kommen. Zusammen schmunzelten sie über „typisch Deutsches!, zum Beispiel die Rundfunkgebühren. „Für eine Studentin oder einen Studenten aus dem Ausland sind sie schwer zu verstehen“, erzählte Samantha Geis auf Englisch, die auch Arbeits- und Organisationspsychologie studiert sowie neben dem Studium beim „Welcome Centre“ arbeitet. „Sie fragen sich, warum sie Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlen sollen, obwohl sie noch nie deutsches Fernsehen gesehen haben.“

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Eine Studentin aus Taiwan, die mehrere Jahre in Australien gelebt hat und sich wie alle am Kennenlernabend weltoffen zeigte, berichtete, in ihrem Heimatland würden alle das deutsche Wort „Schweinshaxe“ kennen, weil man denke, die Deutschen würden täglich in Lederhose und Dirndl gegrillte Schweinshaxe essen. Da lächelten die Kamp-Lintforter und erzählten, dieses bayerische Gericht hätte sich erst seit der Jahrtausendwende mit der Oktoberfestwelle bundesweit verbreitet.

Ein Kamp-Lintforter meinte, typisch deutsch sei der „German expressionsm“, ein Kunststil der 1920er Jahre, weil er Elemente aus Kunststilen verschiedener Länder zusammengeführt habe. In diesem Sinne seien auch Pizza und Döner typisch deutsch, deren Ursprünge aus anderen Ländern stammten, sich aber erst in der Bundesrepublik zum heutigen Produkt entwickelt hätten, um dann ihren Siegeszug durch die Welt anzutreten.

Im Laufe des Abends, der mit einem kleinen Imbiss endete, tauschten die Teilnehmer Anschriftenund E-Mail-Adressen aus. „Meistens bin ich über E-Mail mit einigen Studenten in Kontakt“, erzählte ein „Local“, der schon mehrfach die Kennenlernabende besuchte, die es einmal im Semester gibt. „An der Hochschule ist das Studium sehr verschult. Die Studenten haben kaum Zeit. Oft müssen sie neben dem Studium arbeiten, um genügend Geld zu haben. Persönliche Treffen gibt es meistens nur in den Semesterferien.“

Interessenten, die eine Patenschaft übernehmen wollen, können sich beim „Welcome Centre“ der Hochschule melden: 02842 908259339 oder locals4students@hochschule-rhein-waal.de.