Lineg baut die Kleine Goorley in Kamp-Lintfort naturnah aus

Kamp-Lintfort : Naturnaher Ausbau der Kleinen Goorley dauert bis 2025

2019 soll eine neue Pumpenanlage Wasser in das Teilstück zwischen Motor-Cross-Strecke am Eyller Berg und der Rundstraße fördern. Mitte der 2020er will die Lineg die verrohrten Stücke an der Liegewiese des Freibades öffnen, um den naturnahen Ausbau der Kleinen Goorley abzuschließen.

Der naturnahe Ausbau der Kleinen Goorley ist ein langfristiges Projekt. „Angefangen hat alles 2002“, erzählt Susanne Leese-Bartram, die bei der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft im Fachbereich Planung für die Landschaftsplanung zuständig ist. „Los ging es mit einem Teilstück zwischen Eyller Berg und Sudermannstraße. Abgeschlossen sein wird der naturnahe Ausbau mit der Gewässerdurchgängigkeit aber erst lange nach der Landesgartenschau 2020, vielleicht 2025. Dann sollen im Bereich Hornbuschgraben an der Rundstraße bis zur Einmündung in die Große Goorley verrohrte Teilstücke der Kleinen Goorley geöffnet werden, zum Beispiel unter der Liegewiese des Freibades am Pappelsee.“

So dürfte Mitte der 2020er Jahre das Projekt nach einem Vierteljahrhundert abgeschlossen sein. Die Kleine Goorley ist ein Kendel, der am Anrathskanal südlich des Technologieparks Dieprahm beginnt, zunächst Richtung Eyller Berg läuft, dann im Bogen parallel zur Eyller Straße Richtung Rundstraße fließt und dort fast rechtwinklig abknickt, um am Parkplatz des Panoramabades Pappelsee in der Große Goorley zu münden. „Der Kleinen Goorley sind im Bereich Bahnhofstraße zwei Regenrückhaltebecken für das Geisbruch- und Gestfeld-Gebiet vorgeschaltet“, berichtet Susanne Leese-Bartram.“ Hier gibt es Röhricht und Altholz, Stichlinge und Kröten, Libellen und Fischreiher. Die Natur erobert sich das Gebiet zurück. Da die Kleine Goorley in einem breiten Grünband verläuft kommt ihr auch eine große Bedeutung als Frischluftschneise zu.“

Ab Herbst 2019 wird die Kleine Goorley dauerhaft Wasser führen, wenn im Technologiepark Dieprahm am Parsickgraben eine neue Vorflutpumpanlage in Betrieb geht, die über eine Druckrohrleitung kühles Nass in den ausgebauten zwischen der Motor-Cross-Strecke am Eyller Berg und der Rundstraße pumpt.

Von hier aus läuft das Wasser in freiem Gefälle bis zur Rundstraße und wird dort über die Vorflutpumpanlage Hornbuschgraben in den höher liegenden Teil der Kleinen Goorley gepumpt.

Auch wenn dieser Bauabschnitt, zu dem die Öffnung unter der Liegewiese des Freibades gehört, noch nicht konkret geplant ist, hofft die Lineg auf Geld aus Brüssel. „Der naturnahe Ausbau der Kleinen Goorley wurde von Europäischen Union zu 80 Prozent gefördert“, sagt Susanne Leese-Bartram. „Ich hoffe, Mitte des nächsten Jahrzehnts gilt noch die EU-Wasserrahmenrichtlinie und damit die Förderung.“

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