Landessportbund wird Kooperationspartner der Laga

Kamp-Lintfort : Landesgartenschau: Sport im Schatten des Förderturms

Mit dem Landessportbund hat die Landesgartenschau 2020 einen weiteren Partner gefunden. Er will für den Breitensport sorgen.

Spielflächen für Kinder haben sich längst bei Landes- und Bundesgartenschauen etabliert, anders als dauerhafte Sportflächen. Das könnte ab 2020 anders werden, wenn am 17. April die Landesgartenschau im Friedrich-Heinrich-Quartier eröffnet wird, die auch eine Sportfläche besitzt. Dort bieten Landessportbund, Kreissportverband und Stadtsportverband dann täglich „Sport im Park“ an, eine Stunde Bewegung, zum Beispiel Zumba oder Yoga.

„In großen Städten gibt es bereits Sport im Park, zum Beispiel in Bonn‘“, sagt Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes. „Die Teilnehmer können an besonderen Orten Sport treiben, ohne Mitglied in einem Sportverein zu sein.“ Während in der Bundesstadt die Sportler zum Beispiel im Hofgarten auf das barocke kurfürstliche Schloss schauen können, in dem Teile Bonner Universität liegen, können die Sportler ab 2020 in der Laga-Stadt auf das Magazin neben dem großen Förderturm sehen, in dem sich Teile der Hochschule befinden. Liegt die 70 mal 70 Meter große Sportwiese doch zwischen dem neuen Kino, dem großen Förderturm und dem Hochschulparkplatz an der Friedrichstraße. Anders als in Bonn, in dem es sechs Plätze für „Sport im Park“ sind, ist es in Kamp-Lintfort nur diese eine. Auch soll es den „Sport im Park“ nicht nur unter der Woche nach Feierabend zwischen 18 und 19 Uhr geben, wie in Bonn, sondern täglich und früher. In der Hochschulstadt sollen es in zwei Jahren ähnliche Angebote wie in der Bundesstadt sein, die seit 2016 jedes Sommerhalbjahr teilweise mehrere 1000 Sportler anlocken, zum Beispiel zu Yoga, Pilates, Fitnessgymnastik, Zumba oder Aerobic.

Zwei Personen, die beim Landessportbund ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, sollen das Sportangebot in Kamp-Lintfort koordinieren, sagt LSB-Präsident Walter Schneeloch. Gestern gab er zusammen mit Laga-GmbH-Geschäftsführer Martin Notthoff und dem Dezernenten Christoph Müllmann die offizielle Kooperationspartnerschaft zwischen dem Sportverband mit 5,1 Millionen Mitgliedern und der Laga-GmbH für den „Sport im Park“ bekannt. „Sport, Bewegung und Gesundheit sind zentrale Themen der Stadt und der Landesgartenschau“, unterstrich der Beigeordnete in der Sportanlage „Playparc“ am Pappelsee. In das tägliche Sportangebot würden sich der Stadtsportverband und der Kreissportverband mit seinen Vereinen einbringen. Auch außerhalb der Angebote könnten sich dort Laga-Besucher treffen, um gemeinsam sportlich aktiv zu sein.