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Landesgartenschau 2020 kommt nach Kamp-Lintfort

2020 : Kamp-Lintfort bekommt die Landesgartenschau

Kamp-Lintfort wird die Landesgartenschau im Jahr 2020 ausrichten. Das hat Bürgermeister Christoph Landscheidt am Dienstagmogen bei Facebook verkündet. Um 13.15 Uhr sollen die Kirchenglocken zehn Minuten lang erklingen.

Eigentlich sollte die Entscheidung erst am Mittag fallen. Nun hat der Bürgermeister die Nachricht verkündet, die er bereits am Montagabend übermittelt bekam und kursierende Gerüchte damit bestätigte.

Die Landesgartenschau 2020 kommt nach Kamp-Lintfort ! Herzlichen Glückwunsch allen Aktiven. Das wird die beste Laga, die NRW je gesehen hat !!!!!Ich freu mich mit meinen Kamp-Lintfortern!

Die Stadt am unteren Niederrhein mit einem alten Zechengelände und einem Kloster konnte sich damit gegen die anderen Bewerber Bad Honnef bei Bonn und die Städtekooperation Castrop-Rauxel, Herne, Herten und Recklinghausen samt Emschergenossenschaft durchsetzen. Um die Bürger zu informieren, sollen um 13.15 Uhr die Kirchenglocken zehn Minuten lang erklingen. Das Festgeläut war von Kirchengemeinden für den Fall angekündigt worden, dass die Stadt das Rennen macht.

Ausschlaggebend für die Wahl von Kamp-Lintfort sei gewesen, dass eine Landesgartenschau das am besten geeignete Instrument sei, um den städtebaulichen Herausforderungen vor dem Hintergrund der Zechenschließung des Bergwerks "West" wirkungsvoll entgegenzutreten. "Auch deshalb, weil die Stadt die Neunutzung der ehemaligen Bergbauflächen als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung aufgreift.", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD).

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In das Gartenschaukonzept sollen neben dem dauerhaft geplanten Zechenpark auch die denkmalgeschützten Anlagen des Klosters Kamp eingebunden werden. Auf das 2012 stillgelegte Bergwerk West in Kamp-Lintfort soll ein temporärer Veranstaltungsbereich kommen mit Hallenschauen, Gärtnermarkt und Gärten der Zukunft. Damit solle eine Art "Central Park" entstehen, sagte Bürgermeister Christoph Landscheidt (SPD). Insgesamt soll mit Hilfe der Schau ein neues Stadtquartier entwickelt werden. Die als Güterstrecke vorhandene Bahnanbindung nach Duisburg solle möglichst wieder aktiviert werden, wünschte Landscheidt.

Offenkundig hat der Elan der Bewerbung von Kamp-Lintfort überzeugt: Unter anderem studierten über 30 Schüler ein Lied ein. Für die Gartenschau wurde ein Blumen-T-Shirt entworfen, das der Bürgermeister am Dienstag trug. "In Kamp-Lintfort findet keine Völkerwanderung im Jammertal statt", bescheinigte Minister Groschek anerkennend.

Der Landrat des Kreises Wesel, Dr. Ansgar Müller, richtete seine Glückwünsche aus: ""Ich freue mich, dass sich das große Engagement aller Ehren- und Hauptamtlichen bezahlt gemacht hat. Im Namen von Kreistag und Kreisverwaltung gratuliere ich zu diesem großen Erfolg."

Alle drei Jahre findet in Nordrhein-Westfalen eine Landesgartenschau statt. Das Ziel ist auch eine nachhaltige Stadtentwicklung. Die nächste Landesgartenschau findet 2017 in Bad Lippspringe im Kreis Paderborn statt. Zuletzt hatte Zülpich 2014 mit der grünen Schau mehr als eine halbe Million Besucher in die Voreifel gelockt. Das 180-Tage-Event auf einem 25 Hektar großen Gelände kostete 23,4 Millionen Euro. Erhalten von der Landesgartenschau bleibt unter anderem ein Seebad mit Badestrand am See eines Braunkohlentagebaus.

Der gesamte Kreis Wesel hatte die Bewerbung Kamp-Lintforts unterstützt und erhofft sich für die gesamte Region einen touristischen sowie wirtschaftlichen Schub durch die Ausrichtung der Landesgartenschau.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kamp-Lintfort bereitet sich auf Landesgartenschau vor

(top/p-m/lnw)