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Landesgartenschau 2020 Kamp-Lintfort: Laga ist trotz Corona gestartet

Hunderttausende Besucher erwartet : Landesgartenschau in Kamp-Lintfort ist gestartet

Von der Zeche zur Landesgartenschau - kaum eine Stadt hat den Wandel nach der Kohle so schnell geschafft wie Kamp-Lintfort. Nach der Corona-Pause ist die Landesgartenschau am Dienstag gestartet.

Die diesjährige Landesgartenschau in Kamp-Lintfort ist seit Dienstagmorgen für Besucher geöffnet. Am Vormittag können die ersten regulären Gäste über die Ausstellung auf einem neu gestalteten Zechengelände schlendern und sich Gärten, Blumen und Park anschauen. Zuvor hatten sich der Aufsichtsrat Nader Gartenbaugesellschaft sowie die zuständigen Ausschüsse der niederrheinischen Stadt am Montagabend für die Öffnung ausgesprochen.

Die Eröffnung hätte ursprünglich am 17. April stattfinden sollen, war dann wegen der Corona-Bestimmungen verschoben worden. Sprecher der Geschäftsführung der Landesgartenschau GmbH betonten, mit dem Besuch der Veranstaltung würden für die Besucher „keine neuen oder zusätzlichen gesundheitlichen Risiken entstehen“. Wer trotz der geltenden Sicherheitsmaßnahmen seine nicht genutzte Dauerkarte zurückgeben möchte, kann dies bis Freitag tun.

Wegen des Corona-Virus soll es Abstandsmarkierungen, Aushänge, Durchsagen, Zutrittsbeschränkungen und Einbahnregelungen geben. Durch die Architektur des Geländes lassen sich Abstandsregelungen problemlos einhalten, wie die Veranstalter erklärten. In geschlossenen Räumen wie der Blumenhalle gelten Zutrittsbeschränkungen und Maskenpflicht. Eine Einbahnstraßenregelung soll die Gäste durch bestimmte Geländebereiche führen. Einzelne Bereiche wie der Spielplatz und die Gastronomie blieben zunächst geschlossen. Gastronomische Angebote gibt es zum Mitnehmen.

Schon während der Schnuppertage mit insgesamt mehr als 15.000 Besuchern hatte das Corona-Konzept der Landesgartenschau nach Einschätzung der Geschäftsführung funktioniert. Die Leute hätten sich an die Regeln gehalten, so die Bilanz. An gut besuchten Wochenendtagen werden nun rund 10.000 Besucher erwartet. Die Landesgartenschau rechnet nach eigenen Angaben bei 560.000 Besuchern bis zum 11. Oktober mit 5,6 Millionen Euro Ticketeinnahmen.

Nach der Schließung der Zeche Bergwerk West im Jahr 2012 hatte Kamp-Lintfort mit der Landesgartenschau die Weichen für ein neues Quartier mit Wohnungen, Dienstleistern, kleinen Gewerbebetrieben und einem Park gestellt.

(mba/dpa/epd)