Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort: Naturerlebnisse - Einen Baum blindlings ertasten

Landesgartenschau 2020 : Naturerlebnisse: Einen Baum blindlings ertasten

Stefan Leiding aus Bocholt bietet Schülern im Grünen Klassenzimmer der Landesgartenschau 2020 spannende „Naturerlebnisse“.

Für unsere Leser hat er Beispiele parat, wie man im Wald die Sinne schärft und das gegenseitige Vertrauen stärkt: „Im Experiment wird ein Baum blindlings ertastet. Er soll anschließend sehender Weise gefunden werden. Der Ablauf ist wie folgt: Zwei Personen bilden je eine Gruppe, wobei eine Person  eine Augenbinde tragen muss. Sie wird von der sehenden Person zu einem Baum geführt. Da sich im Wald Wurzeln, Steine, herumliegende Äste und vielleicht auch Brombeeren befinden, wird die sehende Person darauf achten, dass die geführte Person nicht stolpert.

Nach ein paar Drehungen und einem Parcours zu Desorientierung stehen nun beide vor einem Baum. Dieser wird von der Person mit der Augenbinde blindlings ertastet und auf Auffälligkeiten geprüft. Markante Wurzeln oder unten angesiedelte Äste, aber auch Narben in der Borke helfen, ein Bild vom Baum im Kopf zu gestalten. Nach einigen Minuten des Ertastens geht es über kleine Umwege zum Ausgangspunkt. Die Augenblende wird  abgenommen, und der Baum muss gefunden werden. Bei der Suche helfen nun die ertasteten, markanten Stellen des Baumes. Wurde dieser gefunden, wird gewechselt.“

Bei einem weiteren Experiment, das Stefan Leiding vorschlägt, werden zwei gleich große Felder mit Ästen gelegt. „In diesen werden nun zwei verschiedene Waldstrukturen abgebildet. Je eine Gruppe bildet dazu auf einem Feld die Strukturen des ausgesuchten Waldstückes. Hierbei werden auch die Boden- und Kronenregionen bedacht. Nun geht es auf in das ausgesuchte Waldstück und es werden Früchte, Äste, Blätter gesammelt. In dem zugewiesenen Feld werden diese nun so ausgelegt, dass die Struktur des ausgesuchten Waldabschnittes zu erkennen ist.“

(rp)