Laga 2020 in Kamp-Lintfort: Erster Ausstellervertrag ist unter Dach und Fach

Landesgartenschau 2020 : Laga 2020: Ausstellervertrag ist unter Dach und Fach

Es ist einer der ersten Ausstellerverträge, den die Landesgartenschaugesellschaft abschließt. Der „Verein zur Förderung des Fairen Handel(n)s am Niederrhein“, kurz fair/rhein, unterschrieb den Vertrag.

 Schatzmeister Lutz Hartmann hält eine dicke rote Mappe in den Händen – den Förderantrag, an dem die Akteure von November bis Februar gearbeitet haben. Nicht immer mit gleichem Optimismus, wie Reinhard Schmeer, der Vorsitzende von fair/rhein zugibt. Viele Sponsorenbriefe habe man geschrieben, der Eigenanteil müsse schließlich aufgebracht werden bei einer Förderung. Doch seit Anfang Juli ist die Bewilligung zugesagt und mit der Unterschrift unter den Ausstellervertrag nun auch die Finanzierung gesichert. „Jetzt wird es ernst“, sagt Schmeer. Ein wesentlicher Teil der Finanzierung kommt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (SUE). Das Geld ermögliche, dass eine pädagogische Vollzeitkraft und zwei Teilzeitkräfte bezahlt werden können, die 2020 während der Laga vor Ort im Weltgarten sein sollen, um Gruppen und Gespräche zu führen. Träger des Weltgartens ist das Eine-Welt-Netz Nordrhein-Westfalen.

Das Team von fair/rhein stehe jetzt vor „zwei wichtigen Aufgaben“, so Hartmann. „Erstens die Arbeitsplanung für den Bau des Gartens und zweitens das Gewinnen von Ehrenamtlichen für die Besetzung des Beitrages während der Öffnungszeiten der Laga.“ Die Begrünung des Außengeländes neben dem vom Eine-Welt-Netz gemieteten Pavillon will der Verein bereits im Herbst angehen.

Landesgartenschaugeschäftsführer Heinrich Sperling freut sich – nicht nur, weil einer der ersten Ausstellerverträge nun unterzeichnet sei, sondern „vor allem über das große ehrenamtliche Engagement, das von Anfang an hinter diesem Projekt steckt.“ Weltgärten gibt es seit 2005, zahlreiche Elemente des Kamp-Lintforter Gartens werden von dem auf der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 übernommen.

Der Weltgarten ist ein Projekt mit interaktiven Lernstationen und einem Weltladenverkauf mit Kaffeeausschank. Themen wie ökologischer Landbau, Recycling und die Folgen unseres Konsums, auf rund 600 Quadratmetern präsentiert.