Kamp-Lintfort: Kunstschau fand neue attraktive Räume

Kamp-Lintfort : Kunstschau fand neue attraktive Räume

Das Lehrhaus der Diakonie an der Friedrich-Heinrich-Allee wird an diesem Wochenende zur Galerie. Barbara Ziebuhr aus Kamp-Lintfort hat drei Künstlerinnen eingeladen, beim diesjährigen Kunstmarkt ihre Arbeiten auszustellen.

Zwei Räume stehen im Lehrhaus zur Verfügung. Das ist nicht viel, doch wer die erste Ausstellung der vier Künstlerinnen im vergangenen Jahr in der "Alten Schmiede" am Kloster Kamp gesehen hat, dürfte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Dabei ist es sowohl die Vielfältigkeit aus Malerei, kleinen, fantasievollen Skulpturobjekten und kreativ gestaltetem Schmuck als auch die hohe künstlerische Qualität der Arbeiten, die diese Ausstellung zu etwas Besonderem macht. Kennengelernt haben sich die vier Frauen anlässlich einer von Barbara Ziebuhr vor einigen Jahren initiierten Gemeinschaftsaktion Kamp-Lintforter Künstler und Künstlerinnen, und dabei beschlossen, ihre erste gemeinsame Ausstellung parallel zum letztjährigen Kamper Weihnachtsmarkt in der benachbarten "Alten Schmiede" zu veranstalten. "Die Räumlichkeiten haben eine ganz besondere Atmosphäre, die uns sehr gefallen hat", erinnert sich Barbara Ziebuhr. "Leider steht das Gebäude inzwischen nicht mehr für Kunstausstellungen zur Verfügung, so dass wir uns in diesem Jahr nach einer anderen Möglichkeit umschauen mussten."

Mit dem erst seit kurzem zu einem Lehr- und Seminarhaus der Diakonie umgewandelten, aus dem Jahr 1935 stammenden einstigen Pfarrhaus fanden sie erneut einen Ort mit historischem Flair. Und einen Ort "der Begegnung und des Austausches, der noch dazu eine Brücke zwischen Kunst, Kultur und Kirche" darstellt, wie es Barbara Ziebuhr gestern bei einem Gespräch während des Ausstellungsaufbaus formulierte. Selber studierte Kunstpädagogin, ist sie an der Ausstellung mit aus Wachs und verschiedenen Steinmehlen gefertigten, Bildern und Kleinskulpturen sowie mit gefilzten Steinen und Schalen aus Papiermaché vertreten. Andrea Much hat sich bei ihren farbenfrohen Gemälden von fahrbaren Häusern, bunten Gebäudekulissen und abstrakten Collagen vor allem durch ihre kunsttherapeutische Arbeit mit Kindern beeinflussen lassen. Heike Wirtz bevorzugt für ihre großformatigen naturalistischen Acrylbilder eher pflanzliche Motive, wie im Wind wehende Gräser, Hagebutten und Orchideen und präsentiert aber auch kleinere Aquarell-Landschaften. Anne Schary wohnt in Moers, hat aber seit Mai diesen Jahres ein eigenes Kunstatelier am Abteiplatz. Als Goldschmiedin ist sie die Schmuck-Künstlerin der Gruppe, zeigt darüber hinaus aber auch einige fantasievolle, monochrome Menschenkopf-Bilder und ihre farbigen Baumriesen.

(lang)