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Kamp-Lintfort: Kunst und Genuss, fast wie am Montmartre

Kamp-Lintfort : Kunst und Genuss, fast wie am Montmartre

Schauen, probieren, mit Künstlern reden: Das Kamp-Lintforter Fest kam gut an.

Das Konzept von "Kunst und Genuss" erinnert an "Klein Montmartre" in Xanten. Überall sitzen Künstler und arbeiten an ihren Werken. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre, in der sich die Künstler gerne Zeit nehmen, um mit Besuchern zu plauschen, besonders wenn die Sonne scheint und sie sich in den Schatten setzen können, wie bei der vierten Ausgabe des Kunstfestes "Kunst und Genuss" am Samstag.

"Hier herrscht eine südländische Stimmung, die an Urlaub erinnert", sagte der Maler, Bildhauer und Aktionskünstler Aloys Cremers, der die Idee der Pariser Künstlerkolonie Montmartre an den Niederrhein brachte. Das Xantener Fest hat er mit initiiert. Angelika Sturmeit und Andreas Wiesner trugen die Idee in neuer Form 2015 nach Kamp-Lintfort weiter. Die beiden Vorstandsmitglieder der Werbegemeinschaft organisieren seitdem das kleine, feine Kunstfest. "Die meisten Künstler und Anbieter kommen wieder", erzählte die Organistin am Samstag mit Blick auf den Fußgängerbereich der Moerser Straße. "Einige hören wieder auf. Dafür sind immer Neue dabei, die auf uns zukommen. Das ist ein gutes Zeichen."

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Neben Aloys Cremers gehörte zum Beispiel Ans Janssen zu diesen Neuen. Die Venloerin malt im Fine-Art-Stil naturalistische Acrylbilder. "Durch die Malerin Regine Oldenburg bin ich auf das Kunstfest aufmerksam geworden", erzählte sie. "Die Besucher sind nett und freundlich. Die Atmosphäre ist ruhig und entspannt." Neu dabei war auch Elisabeth Hillmann, die sich als Künstlerin Miss Elli nennt. Sie stellt kunstvolle Taschen her. "Ich habe direkt zwei Taschen mit Laga-Motiv verkauft, als ich den Stand aufgemacht habe", berichtete sie. "Vorher habe ich mir bei der Stadt die Lizenz für das Laga-Logo geholt."

Sie war nicht die einzige Künstlerin, die das Thema Landesgartenschau 2020 aufgriff. Zum Beispiel strickten und häkelten vier Damen der Dorfmasche Neukirchen-Vluyn Überzüge für Gießkannen mit den abstrakten Laga-Blumen, die das Laga-Motiv bilden. "Die Gießkannen sind ein Renner", berichtete Sprecherin Martha Schlothmann. "Wir haben uns für das Logo extra eine Genehmigung eingeholt." Dazu präsentierte sich der Laga-Förderverein, um für die Aktion "Kamp-Lintforter Gärten" am 7. und 8. Juli sowie das Pappelseefest am 1. September zu werben.

Kulinarisch konnten die Besucher schon einmal etwas wagen, selbst wenn kurzfristig zwei Anbieter abgesagt hatten. Zum Beispiel konnten sie bei "one million fruits" einen Fruchtaufstrich aus Erdbeeren, Tomaten, Sauerkirschen, Zucker und Chili probieren. "Wir sind schon im dritten Jahr hier", sagte Susanne Schmitz, die das Moerser Unternehmen leitet. "Nur einmal konnten wir nicht dabei sein. Die Besucher interessieren sich für unsere kreativen Produkte, wie Kräuteröle und Fruchtessige, Gewürzsalze und Konfitüren."

(got)