Kloster Kamp in Kamp-Lintfort wird ein Filmschauplatz.

Open-Air-Kino in Kamp-Lintfort : Kloster Kamp wird ein Filmschauplatz

Beim Open-Air-Kino vor idyllischer Kulisse läuft am Dienstag, 13. August, der Film „Die Päpstin“ von Sönke Wortmann. Sängerin Rachel Montiel sorgt musikalisch für die Einstimmung der Kino-Freunde.

Wo könnte der Film „Die Päpstin“ besser laufen als im Schatten eines Klosters mitsamt seiner Abteikirche? Die Stadt Kamp-Lintfort hat sich erneut darum beworben, einer der Filmschauplätze in Nordrhein-Westfalen zu werden und wurde erhört: Am Dienstag, 13. August, verwandelt sich der Abteiplatz auf dem Kamper Berg in ein lauschiges Open-Air-Kino. Der Eintritt ist frei. Die Kinofans dürfen es sich auf Decken und Campingstühlen auf der Wiese vor dem Klosters gemütlich machen. Gezeigt wird die Literaturverfilmung „Die Päpstin“ von Regisseur Sönke Wortmann und Johanna Wokalek in der Hauptrolle. Ermöglicht wird dies durch die Film- und Medienstiftung des Landes. Gemeinsam mit Partnern lädt sie zu 19 Kinonächten an außergewöhnlichen Orten ein. „Wir sind froh, dass wir auch dieses Jahr den Zuschlag bekommen haben, um dieses kostenlose Kino-Event anbieten zu können“, erklärten Bürgermeister Christoph Landscheidt und Kulturdezernent Christoph Müllmann am Freitag.

„Und in der Kulisse unseres Klosters bekommt der Film eine ganz besondere Wirkung“, findet die Rathaus-Spitze. „Die Päpstin“ spielt im frühen Mittelalter: Johanna, die bildungsdurstige und hochbegabte Tochter eines aus England eingewanderten Priesters, entflieht ihrem Vater. Beseelt vom Glauben an Gott und dem Wissen um die geistige Kraft und gesellschaftliche Unabhängigkeit der Frau, zieht sie durchs Land und verliebt sich in Graf Gerold. Als der in den Krieg zieht, tritt Johanna als Mann verkleidet in den Benediktiner-Orden des Klosters Flulda bei. Bald steigt sie in die höchsten Kreise der katholischen Kirche auf.

Vor dem Hauptfilm zeigt die Film- und Medienstiftung in Kamp-Lintfort den von der Filmstiftung geförderten Kurzfilm „Heinz“. Der dauert gerade einmal 1,30 Minuten und erzählt von einem alten Mitarbeiter eines Krematoriums, der durch das plötzliche Klopfen aus einem Sarg überrascht wird. Während die Film- und Medienstiftung die Filme, die Technik wie eine aufblasbare Leinwand auf beeindruckenden 60 Quadratmetern und die Vorführungen einbringt, sorgen die lokalen Partner wie die Stadt Kamp-Lintfort für ein Rahmenprogramm. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 13. August, musikalisch mit Sängerin Rachel Montiel. Sie wird das Publikum mit Jazz und Chansons auf die Filmnacht ab 19 Uhr einstimmen. Die Sängerin ist in der Klosterstadt ein gern gesehener musikalischer Gast, der dort schon auf etlichen Veranstaltungen gesungen hat. Für ein kulinarisches Angebot sorgt die Gaststätte Bieger, die am Abteiplatz ihren Sitz hat. „Gäste dürfen sich aber auch gerne eigene Speisen und Getränke mitbringen, um auf der Wiese zu picknicken“, betont Kulturdezernent Christoph Müllmann. Es dürfen allerdings aus Sicherheitsgründen keine Glasgefäße mitgebracht werden. Eine geringe Anzahl von Sitzplätzen ist an dem Abend vorhanden. „Wir empfehlen den Besuchern, sich eigene Campingstühle mitzubringen. Weitere Filmschauplätze in der Region sind Rheinberg (9. August), Rees (12. August) und Hünxe (14. August).

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