1. NRW
  2. Städte
  3. Kamp-Lintfort

Kloster Kamp in Kamp-Lintfort: „Geschichte des Ortes ändert den Blick auf die Tagesordnung“

Kloster Kamp : „Geschichte des Ortes ändert den Blick auf die Tagesordnung“

Unternehmen aus der Region nutzen gerne die Räumlichkeiten im Kloster Kamp für Tagungen und Besprechungen. Platz genug gibt es, das Zentrum bietet vier verschiedene Räume an, der kleinste ist ideal für bis zu acht Personen.

Peter Hahnen erinnert sich noch genau: Bei der Vorstandssitzung eines Unternehmens ging es bei einem Tagesordnungspunkt weder vor noch zurück, die Gespräche waren festgefahren. Hahnen, Leiter des Geistlichen und Kulturellen Zentrums Kloster Kamp, schloss während einer Mittagspause die Tür zu dem kleinen, sonst nicht einsehbaren Gartens auf, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Gartenanlage den Kamper Berg hinab hat. „Ich konnte aus meinem Büro beobachten, wie plötzlich Bewegung entstand, wie Köpfe zusammengesteckt wurden“, erzählt er.

Nach der Pause war eine Lösung gefunden, so wurde es ihm am Ende des Tages von den Teilnehmern berichtet. Wer da in den Räumen von Kloster Kamp getagt hat, das verrät Hahnen freilich nicht. „Wir legen Wert darauf, dass Teamkonferenzen, Schulungen, Briefings und auch Krisensitzungen hier in Ruhe durchgeführt werden können, ohne dass darüber geredet wird, wer bei uns tagt“, betont er. Nur so viel: „Es gibt einige Betriebe und Institutionen, die die Atmosphäre bei uns auf Kloster Kamp schätzen und die regelmäßig zu uns kommen.“

  • Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren (v.l.) Christian
    Happy-End nach langem Hin und Her : Soziokulturelles Zentrum in Duisburg eröffnet – wie es finanziert werden soll
  • Kloster Kamp Historie (beteiligt Abt Franziskus
    Lifestyle in Kamp-Lintfort : „Herbstpartie“ feiert Premiere im Klostergarten
  • Die Gärten von Kloster Kamp boten
    Herbstpartie in Kamp-Lintfort : Auszeit vom Alltag im Terrassengarten

Platz genug gibt es, das Zentrum bietet vier verschiedene Räume an, der kleinste ist ideal für bis zu acht Personen, in den historischen Rokokosaal passen je nach Bestuhlung 30 Menschen an Tischen oder bis zu 75 für eine reine Vortrags- oder Konzertbestuhlung. „Auch in unserem historischen Gemäuer haben wir moderne Technik, WLAN ist ebenso selbstverständlich wie Beamer“, sagt Hahnen lächelnd.

Die Kosten liegen zwischen 80 und 350 Euro für einen ganzen Tag, für einen halben Tag wird auch nur der halbe Preis fällig. „Für Pfarreien und kirchliche Gruppen haben wir Sonderpreise“, betont Hahnen. Speisen, frisch zubereitet in der ehemaligen Klosterküche, sowie Getränke können zugebucht werden. Oft hat der Leiter gemerkt, dass der Rokokosaal aus dem 18. Jahrhundert, in dem die Porträts der ehemaligen Äbte hängen, eine ganz besondere Wirkung auf die Tagenden hat. „Wenn ich die Gruppen hier begrüße, dann erzähle ich kurz etwas über die Geschichte des Ortes – das ändert manchmal den Blick auf die Tagesordnung“, hat er beobachtet. Es soll ein Ort der Ruhe und der Inspiration sein, an dem ein freundlicher Umgang gepflegt wird.

Nach der langen Corona-Pause normalisiert sich der Betrieb im Geistlichen und Kulturellen Zentrums zusehends, bald soll es wieder bis zu 800 eigene Angebote pro Jahr geben. „Wir bieten Kurse und Seminare wieder an und entwickeln neue“, verspricht Hahnen. Informationen zum Angebot und zur Buchung von Tagungsräumen gibt es telefonisch unter 02842 927540 oder per Mail an die Adresse zentrum-kloster-kamp@t-online.de.