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Kloster Kamp dankt seinen Ehrenamtlern

Ehrenamt : Dank an die wahren Schätze von Kamp

Mehr als 100 Ehrenamtler haben im vergangenen Jahr über 800 Veranstaltungen im Kloster begleitet.

Bei einem Treffen im Rokokosaal des Klosters Kamp sagte Peter Hahnen, Leiter des Geistlich-Kulturellen Zentrums, Dank. Er galt Ehrenamtlern für ihren Einsatz rund ums Kloster Kamp. 60 von insgesamt rund 100 Ehrenamtlern nahmen an dem Dankeschön-Abend teil, der musikalisch vom Düsseldorfer Chansonier Jochen Jasner begleitet wurde. Für Hahnen bot sich die Möglichkeit, auf den positiven Trend, den das Zentrum Kamp 2019 genommen hat, hinzuweisen. An 300 Tagen lockten 808 Veranstaltungen insgesamt 34.142 Menschen nach Kamp. Es fanden unter anderem 40 Konzerte statt, 150 Gästeführungen sowie 68 Führungen mit Besuch des Museums, der sogenannten Schatzkammer.

„Wir haben mit deutlich gestiegenen Besucherzahlen zu tun. Eine Entwicklung, die deutlich gegen den NRW-Trend läuft“, so Hahnen beim Jahresrückblick. Kooperationen mit den Freizeitkarten Ruhrtop- und Rheinlandcard zahlen sich buchstäblich aus. Nimmt er zu diesen Zahlen noch die Besucher der „Schatzkammer“ hinzu, ist auch dort der Trend nach oben gegeben. Besuchten vor zwei Jahren 4000 Gäste die Ausstellung, so steuerten im letzten Jahr 4468 die Schatzkammer über den Zeitraum von 300 Tagen an.

Absoluter Publikumsmagnet ist das kulinarische Angebot „Museumslunch“. Spirituelles, Kunstvolles und Kulinarisches gibt es am ersten Donnerstag im Monat. Museumsleiter Hahnen referiert dabei zu einem ausgewählten Kunstwerk aus der Sammlung. Danach geht es zum Lunch in das Restaurant „Alte Schmiede“ und Küchenchef Leon Mratschkowski. „Wir sind ausgebucht. Im Oktober haben wir noch Restplätze“, so Hahnen.

Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter und Mütter. In diesem Fall sind es die Ehrenamtler, die mit Elan und Herzblut sich um die Gäste kümmern, im Klostercafé und -laden wie dem Kräutergarten sich um den gelungenen Ablauf kümmern oder hinter den Kulissen arbeiten. „Sie sind unsere wahren Klosterschätze“, so Hahnen. Rund 4000 Stunden leistete die Mannschaft im vergangenen Jahr. Mit 860 Stunden wurde im Kamper Weinberg gearbeitet. Er gehört mit ins Laga-Programm und ist 14-tägig, jeden ersten und dritten Samstag, für die Gäste geöffnet. „Begehung mit Kurzführung“ so der Titel des 30-minütigen Vergnügens.

Auch für die Laga gibt sich Hahnen mit seiner Mannschaft gerüstet. Das Klostercafé bekommt für das anfallende Geschirr eine Spülhütte mit superschnellem Gastronomiespüler. Klosterladen und Museumshop laufen gut, dank EC-Zahlungsmöglichkeiten. Sorge mache dennoch die finanzielle Situation des Trägervereins, nachdem der Kreis Wesel seine Förderung in Höhe von 9000 Euro eingestellt hatte. „Die Lage ist nicht rosig. Wir brauchen dringend Geld. Daher haben wir den Mittelweg gewählt und die bisher moderaten Preise erhöht.“ Man könne bei den qualitativ hochwertigen Produkten „nicht den billigen Jakob machen“, so Hahnen.

Da die Absicherung der Ehrenamtler ihm und dem Trägerverein am Herzen liegt, war der Abschluss einer Unfallversicherung eine Selbstverständlichkeit. Die allgemeine Entwicklung, der Zuspruch und das bürgerschaftliche Engagement stimme froh, so Hahnen, der voller Stolz mit Blick auf die Ehrenamtler „vom Wunder von Kamp“ spricht. Eine der Ehrenamtlichen ist Angelika Görtz, die für ihr zwölfjähriges Engagement geehrt wurde.