Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort und Kleve Neues Semester – neues Glück?

Kamp-Lintfort Kleve · Das Sommersemester an der Hochschule Rhein-Waal ist gestartet – was haben die Studierenden vor? Der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenauschusses (AStA) berichtet, welche Schwerpunkte die nächsten Monate gesetzt werden.

 Ludger Oelck ist der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses der HSRW.

Ludger Oelck ist der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses der HSRW.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Das neue Semester ist gestartet. Seit Montag  strömen Studierende wieder in Vorlesungssäle, treffen sich in Lerngruppen und lernen in der Bibliothek. Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) hat mit Semesterstart eine neue Agenda. Der Vorsitzende, Ludger Oelck, berichtet über Schwerpunkte im neuen Semester, geplante Aktionen und aktuelle Herausforderungen.  

200 Euro Energiekostenpauschale Für viele Studierende ein drängendes Thema – und das bereits seit einem halbem Jahr, als die Bundesregierung die Entlastung „noch in diesem Winter“ (das war 2022) ankündigte. „Es hätte viel einfacher laufen können, aber aus unserer Sicht hat die Regierung unnötige Hürden aufgebaut“, so Ludger Oelck. Man arbeite nun gemeinsam mit dem Studierendenservice Hand in Hand, um das nicht ganz einfache Antragsverfahren erklären und die Studierenden darüber informieren zu können. „Glücklich sind wir nicht, wie das ablief. Nun geht es aber darum, eine schnelle Auszahlung für alle sicherzustellen“.

49-Euro-Ticket Wie bereits bei der Energiekostenpauschale äußert der AStA-Vorsitzende auch hier seine Kritik: „Seitens des Kultur- und Wissenschaftsministeriums wurde – erneut – nicht an Studierende gedacht“. Denn: Das Semesterticket, welches jeder Studierende automatisch mit Zahlung des Semesterbeitrags erhält, steht in Konkurrenz zum 49-Euro-Ticket. „Rechnet man das Semesterticket monatlich runter, kostet es 35 Euro. Damit können wir aber nur in NRW fahren“, so Oelck. Immer wieder hätten die Studierenden darauf hingewiesen, seien aber bei Land und Bund auf taube Ohren gestoßen, berichtet der AStA-Vorsitzende. Es gebe keine Möglichkeit, die Tickets miteinander zu verrechnen, erklärt er. „Ich appelliere, unsere Petition zu unterschreiben“. Diese ist zu finden unter:
www.change.org/p/rettet-das-semesterticket

Wohnungssituation Insbesondere mit Blick auf das Wintersemester, wenn die Großzahl der Studierenden ihr Studium aufnimmt, möchte der AStA unbedingt vermeiden, dass sich die Situation aus dem letzten Jahr wiederholt. „Gemeinsam mit dem AStA-Vorstand und dem Hochschulpräsidenten bauen wir aktuell einen Präventionsplan auf“, erklärt Oelck. Dieser werde aus mehreren Säulen bestehen. „Als Erstes haben wir die Sensibilisierung. Gerade für internationale Studierende ist das wichtig. Wir wollen daher einen Link in gängigen Portalen platzieren, der internationale Studierende auf unsere Website führt und Informationen bietet“. Vor allem auf die prekäre Wohnsituation solle dann hingewiesen werden. Die Planung laufe aktuell noch, aber auch eine interaktive Karte sei geplant. „Wir möchten so – im Idealfall – zeigen können, wo es noch verfügbaren Wohnraum gibt“, so der AStA-Vorsitzende. Das solle dann mit Informationen zu Bus- und Zugfahrplänen verknüpft werden. „Wir wollen gemeinsam präventiv verhindern, dass sich die Situation wie letztes Jahr wiederholt“.

Diversität und Lokalität Der AStA arbeite zurzeit mit dem internationalen Departement an einem gemeinsamen Aktionstag, an dem Diversität im Lokalen gefeiert werden soll. „Wir wollen so unseren Studierenden aus aller Welt die Möglichkeit geben, ihre Kulturen und Länder vorzustellen“, so Oelck. Es werde dann ein buntes Programm für jedermann geben. „So möchten wir das „Fremde“ näher bringen und Barrieren in den Köpfen durchbrechen“. Ein konkretes Datum stehe noch nicht fest, der AStA plane aktuell in Richtung Mai/Juni.

Mehr kleine Veranstaltungen für Studierende „Für uns geht´s um die vielen kleineren Angebote, die wir Studierenden machen möchten“, so Oelck. So sollen wieder Events vornehmlich außerhalb des Studiums angeboten werden. „Wir denken da an gemeinsame Spieleabende“. So will der AStA das soziale Leben unter den Studierenden wieder zurück bringen.

Übrigens: Eine große Party zum Semesterstart wird in diesem Jahr stattfinden. Am 31. März werden Klever Studierende dann wieder ausgelassen und gemeinsam feiern.

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