Kita St. Josef in Kamp-Lintfort erhält neues Spielgerät

Kitas in Kamp-Lintfort: Eine neue Rutschbahn für St.-Josef-Kinder

Das aus Naturholz gefertigte Spielgerät stammt aus der Werkstatt von Mike Oberhäuser aus Kamp-Lintfort.

Das hatten sich die Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens St. Josef schon lange gewünscht: Ein schönes, neues Klettergerüst mit Rampe, Sonnendach und Rutsche. Jetzt wurde ihr Wunsch Wirklichkeit. In Gegenwart zahlreicher Gäste und Sponsoren nahmen die Kinder ihr neues Spielgerät mit einer fröhlichen Rutschpartie offiziell in Besitz. Gut fünf Wochen hatten Mike Oberhäuser und seine Mitarbeiter von der Kamp-Lintforter Firma „Naturholzdesign am Niederrhein“ für den Bau und die Aufstellung des 2,50 Meter hohen Klettergerüstes gebraucht. Zuvor waren jedoch eine Menge Gespräche, diverse Entwürfe und nicht zuletzt eine genaue Kostenanalyse vorausgegangen.

„Wir wollten ja kein Spielgerät von der Stange, sondern etwas Besonderes. Gleichzeitig durfte es aber auch nicht zu viel kosten“, erklärte Kita-Leiterin Susanne Schüren anlässlich einer kleinen Einweihungsfeier. Schon in den letzten beiden Jahren hatten die Mitglieder des Elternbeirates mit einem Verkaufsstand auf dem St.-Barbara-Adventsmarkt gut 2000 Euro für das Projekt erwirtschaftet, doch das reichte noch nicht. Also hatte man zusätzlich noch bei der Stiftung „Kinder- und Jugend“ der Sparkasse Duisburg um eine Spende angefragt. Für deren Zusage musste jedoch zunächst ein offizieller Kita-Förderverein gegründet werden, was, wie Schüren berichtete, „viel, viel Schreibarbeit erforderte“. Doch die wurde belohnt, denn am Ende beteiligten sich nicht nur die Sparkassenstiftung, sondern auch der Kamp-Lintforter Lions Club und nicht zuletzt die 90-jährige, ehemalige Leiterin eines Kindergartens in Voerde mit größeren Summen an dem 15.000 Euro teuren, weitgehend aus Holz bestehenden Spielgerät. Das besteht auf der einen Seite aus einer aufsteigenden Holzrampe und auf der anderen aus einer metallenen Rutsche. Dazwischen befindet sich eine Baumhaus‑ähnliche, mit einem grünen Zelttuch überspannte Hochfläche. Getragen wird das Ganze von vier kräftigen, entrindeten, zum Teil bewusst krummen Baumstämmen.

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Für die kleine, fünfjährige Mara ist es einfach nur „toll“. Sie und ihre Kita-Freunde hatten die Einweihungsfeierlichkeiten mit einem Lied eröffnet. „Streck deine Hand aus und segne die Kinder und alle die hier ein- und ausgehen“, bat Pfarrer Michael Ehrle in einem kurzen Gebet und verteilte dann großzügige Weihwassergaben über das neue Klettergerüst. Es wird voraussichtlich nicht seine letzte Weihwassersegnung auf dem Außengelände der Kindertagesstätte sein. Wenn alles klappt, sollen dort spätestens im Frühjahr nächsten Jahres neben dem neuen Klettergerüst noch ein paar fahrbare, aus Einwegpaletten gezimmerte Hochbeete stehen, von denen die Kinder dann je nach Jahreszeit ihre eigenen Erdbeeren und Radieschen ernten können.

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