Kindergarten in Kamp-Lintfort Arbeiten für Wirbelwind-Anbau sind gestartet

Kamp-Lintfort · Noch sind zwei Gruppen der Kita Wirbelwind provisorisch in Modulbauten untergebracht. Das soll sich bald ändern. Wie viel die Stadt investiert und warum die Erweiterung wichtig ist.

Die Erdarbeiten zur Errichtung eines Anbaus für die Kita Wirbelwind haben begonnen.

Die Erdarbeiten zur Errichtung eines Anbaus für die Kita Wirbelwind haben begonnen.

Foto: Stadt Kamp-Lintfort

Die Bauarbeiten für die Erweiterung des städtischen Familienzentrums Wirbelwind in Kamp-Lintfort sind angelaufen. Mit dem Erweiterungsbau mit Platz für drei Gruppen können mehr Plätze für U3-Kinder geschaffen werden.

Die Kita Wirbelwind an der Vinnstraße ist derzeit in der ehemaligen Schulmensa der Hauptschule Diesterweg, einem dreigruppigen Anbau und zwei separaten Gruppen in Modulbauweise untergebracht. Diese beiden Gruppen, die wegen der hohen Nachfrage als Provisorien errichtet wurden, werden durch einen Anbau ersetzt, in dem drei Gruppen untergebracht werden können, teilte die Stadt mit.

Die Erdarbeiten zur Errichtung dieses Anbaus sind nun angelaufen. Mit der Fertigstellung des Anbaus sei bis zum Kindergartenjahr 2025/26 zu rechnen. „Die Betreuungssituation wird sich damit verbessern, da dann alle Gruppen in einem Gebäude untergebracht sind“, so die Stadt weiter.

Die Kita Wirbelwind betreut 94 Kinder – davon 22 U3-Kinder. Da die Nachfrage im U3-Bereich steigt, können mit der Fertigstellung des Anbaus zusätzlich zehn U3-Kinder betreut werden.

Die Kosten für das Projekt betragen rund 3,5 Millionen Euro. Der Baugrund befindet sich auf einem Gelände, das in der Vergangenheit als Fußballplatz für den Vereinssport genutzt wurde. Wegen der Entsorgung der Altlasten, die sich auf diesem Grundstück befinden, fallen die Kosten für das Kita-Projekt um rund 400.000 Euro höher aus.

Wie berichtet will die Stadt Kamp-Lintfort mehr U3-Plätze schaffen. In diesem Bereich gibt es Nachholbedarf: Die U3-Betreuungsquote in Kamp-Lintfort (in Kitas und in der Kindertagespflege) liegt aktuell bei 39 Prozent – das ist über dem Landesdurchschnitt (ca. 30 Prozent), aber auch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (48 Prozent).

Bereits zum Kita-Jahr 2024/25 soll die Zahl der U3-Plätze in den Kindergärten Kamp-Lintforts von jetzt 303 auf 328 steigen.

(RP)
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