Kita im Kamp-Lintforter Schirrhof soll 2020 fertig sein

Soziales in Kamp-Lintfort : Kita im Schirrhof soll 2020 fertig sein

Architekt Bernhard Bramlage stellte die aktuelle Planung für das Familien-, Kultur- und Bildungszentrum vor. Die Gesamtkosten steigen auf 8,76 Millionen Euro.

Der Umbau des Schirrhofs zu einem Familien- Kultur- und Bildungszentrum soll im April 2019 beginnen und bereits im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Der Zeitplan sei „sehr ambitioniert“, sagte Architekt Bernhard Bramlage am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Kultur- und Jugendhilfeausschusses. „Wir können das Ziel erreichen, aber es darf nichts schiefgehen.“ So soll der geplante Kindergarten mit vier Gruppen püntklich zum Kindergartenjahr 2020/21 zur Verfügung stehen. Die Bauarbeiten am Pumpenhaus und Lehrstollen sollen sogar schon Ende 2019 abgeschlossen sein, so dass genug Zeit bleibt, im Pumpenhaus das „Besucherzentrum Stadt und Bergbau“ einzurichten. Es wird eine der Attraktionen der Landesgartenschau bilden und muss deshalb sogar schon im Frühjahr 2020 fertig sein.

Bramlage stellte das aktualisierte Konzept für das Gesamtprojekt vor. Der Schirrhof wird im Obergeschoss auch Räume für Soziale Dienste sowie Künstlerateliers bieten, sowie Vereinsräume für die Fördergemeinschaft für Bermannstradition. Geplant ist außerdem ein großer Veranstaltungsasaal mit Nebenräumen, der zum Beispiel für Feiern, Konzerte oder Vorträge genutzt werden kann.

Dass die Projektkosten erheblich steigen können, hatte die Stadtverwaltung schon früher angekündigt. Die Erwartung ist eingetroffen. Inklusive Grundstückskauf von der RAG werden nun 8,6 Millionen Euro veranschlagt, das sind 1,2 Millionen Euro mehr als ursprünglich anvisiert. Wie viel davon die Stadt selbst tragen muss, ist derzeit unklar. Förderanträge wurden gestellt. Die Finanzierung von 2,16 Millionen Euro ist aber noch offen. Für den Umbau des Pumpenhauses (690.000 Euro) wird noch eine Förderung erwartet, wie hoch sie sein wird, steht aber noch nicht fest.

Wie Dezernent Christoph Müllmann ausführte, übernimmt die RAG die Schadstoffsanierung auf dem Außengelände des Schirrhofs, das später unter anderem dem Kindergarten als Spielgelände dienen wird. Die Kosten für die Schadstoffsanierung des Gebäudes teilen sich Stadt und RAG.

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