Kamper Klosterladen wird warm und naturnah

Umbau am Kamper Berg : Klosterladen wird warm und naturnah

Zurzeit erhält der Raum neben dem Spendencafé ein neues Gesicht. Während der Adventszeit soll er neu eröffnen. Das Zentrum Kloster Kamp hofft, dass die Landesgartenschau auch viele Besucher in den Laden lockt.

Die neuen Regale bestehen aus hell gewachstem massiven Eichenholz. Die Schubladen über dem Boden setzen sich mit ihren bordeauxroten Fronten ab, wie die Sitzecke, die in den nächsten Tagen im Klosterladen Platz findet. Mitten im Raum hängt an einer Kaskade eine Lichtinstallation, die aus verschiedenen weißen Kugeln besteht. Besucher, die den Laden in der linken Ecke betreten, schauen über den neuen Holzboden automatisch diagonal in die rechte Ecke, um ihn mit den Augen einzunehmen, die dann in den Terrassengarten wandern. Im Advent eröffnet der Klosterladen wieder, der in den letzten Wochen ein neues Gesicht erhalten hat.

Es ist ein Raum aus einem Guss, der jetzt eine künstlerische Handschrift trägt. Entworfen wurde er von Michael Davids, Tischlermeister und Mitinhaber des Innenbauunternehmen D+S aus Kamp-Lintfort. „In einem Raum ist der Geist, der Spirit, zu spüren, mit dem Handwerker ihn gebaut haben“, sagt Peter Hahnen, Leiter des Geistlichen und Kulturellen Zentrums Kloster Kamp. „Der Klosterladen ist jetzt ein solcher Raum. Er ist gefühlt viel wärmer als vorher. Nur Naturmaterialien sind darin verwendet. Auch Linoleum, ein Gemisch aus Öl und Kork, ist ein solches Naturmaterial. Das ist nachhaltig.“

Im neuen Klosterladen will Hahnen die Kamper Produkte mehr in den Mittelpunkt rücken – zum Beispiel Honig, Apfelkraut, Klosterlikör, Els, Senf, Weinkrüge oder andere Keramik. Schon vor drei Jahren hatte er die Idee gehabt, den Laden neu gestalten zu lassen, der vor über zehn Jahren neben der Küche des Klostercafés im einstigen Meditationsraum provisorisch eingerichtet worden war. Nach den heißen Sommern der Jahre 2018 und 2019 entschieden der Vorstand und der Leiter, nicht länger zu warten. „Der Klosterladen liegt Richtung Süden“, erläutert Peter Hahnen. „Da an einem denkmalgeschützten Gebäude keine Sonnensegel angebracht werden dürfen, waren andere Lösungen zu suchen.“

So hängen innen vor den Fensterscheiben zukünftig Plissees, die einen Teil der Wärme zurückhalten, die im Sommer von außen eindringt. Außerdem werden zwei Ventilatoren, deren Rotorblätter weit von der hohen Decke entfernt sind, für eine bessere Luftzirkulation sorgen. Neben der provisorischen Ausstattung und der hohen Sommerwärme hatte das Zentrum einen dritten Grund, den Klosterladen neu zu gestalten. „Bislang war EC-Zahlung nicht möglich“, sagt Peter Hahnen. „Jetzt gibt es sie. Sie wurde in den letzten Jahren immer öfter nachgefragt.“

Das Zentrum Kloster Kamp wollte den Umbau vor der Landesgartenschau abgeschlossen wissen, die am 17. April 2020 startet. Der Kamper Terrassengarten wird ein Anziehungspunkt der Schau sein, der sicherlich viele Besucher auch in den Klosterladen locken wird. Es engagierte Handwerker aus Kamp-Lintfort, die schon mehrfach eng mit ihm zusammengearbeitet haben: D+S, Elektro Liebke und Bodenverlegung Michel. „Ich habe selten so gute, so motivierte Handwerker im Haus gehabt“, freut sich Peter Hahnen. „Sie identifizieren sich mit dem Projekt, mit dem Geist des Zentrums, wie die Firmen. Sie sind uns preislich entgegengekommen. Sie wissen, warum sie hier sind.“