Kamp-Lintfort: Kamp-Lintforter Seniorenrat soll moderner werden

Kamp-Lintfort : Kamp-Lintforter Seniorenrat soll moderner werden

Der Ausschuss für Senioren und Soziales entscheidet über die zukünftige Ausrichtung der Interessenvertretung.

Seit 1976 gibt es einen Seniorenrat in Kamp-Lintfort. Aktuell scheint es um die Interessenvertretung aller Senioren in der Stadt aber nicht gut bestellt zu sein. Nicht nur, dass ein neuer Vorsitzender gesucht wird. Es fehlen dem Gremium auch die "jungen Senioren", wie die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage für den Sozial- und Seniorenausschuss konstatiert.

Dieser tagt am nächsten Donnerstag, 7. Juni, 15 Uhr, im Rathaus. Die Stadt nimmt die aktuelle Situation zum Anlass, eine Umstrukturierung des Kamp-Lintforter Seniorenrats vorzuschlagen. Die Interessenvertretung soll moderner und attraktiver als Ansprechpartner für die ältere Generation in der Hochschulstadt ausgestaltet werden.

Schwierig gestaltet sich offenbar die Suche nach einem neuen Vorsitzenden: "Viele langjährige Mitglieder fühlen sich, ob ihrer starken Einbindung in bürgerschaftliches Engagement und familiärer Verpflichtung, nicht in der Lage, dieses Amt mit seinen begleitenden Aufgaben zu übernehmen", heißt es in der Verwaltungsvorlage. Eine von dem Gremium ausgehende Interessenvertretung in den politischen Gremien finde zudem nur in geringem Ausmaße statt. "Im Mittelpunkt der vierteljährlichen Zusammenkünfte des Seniorenrats steht vielmehr der gemeinsame Austausch."

Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Zusammensetzung des Rates zu erweitern. So soll ein breites Informations- und Erfahrungsspektrum gewährleistet werden. Als stimmberechtigte Mitglieder sollen jeweils ein Vertreter der stadtteilbezogenen Altenclubs und Seniorengruppen, der Seniorentages- und Begegnungsstätten, der Vereine mit spezieller Seniorenarbeit, von sozialen und kulturellen Seniorenorganisationen und Zusammenschlüsse wie die 50-plus-Gruppen, der Bewohnervertreter nach dem Heimgesetz sowie bis zu fünf weitere ältere Kamp-Lintforter angehören.

Die Verwaltung schlägt darüber hinaus vor, dass die Vereinigungen und Einrichtungen ihren Vertreter für die Dauer von vier Jahren in den Seniorenrat entsenden. Die fünf weiteren stimmberechtigten Mitglieder sollen vom Seniorenrat benannt werden. Damit die Interessenvertretung ob ihrer vielfältigen Aufgaben handlungsfähig ist, soll sie aus ihre Mitte einen Vorsitzenden und bis zu drei Stellvertreter wählen. Gemeinsam mit einem Vertreter des Sozialamts soll der Vorstand das Kernteam bilden.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Beratung und Unterstützung der Stadt in Fragen der Seniorenarbeit und die Vermittlung der Anliegen älterer Menschen an Politik und Verwaltung. Die Mitglieder sollen darüber hinaus Ansprechpartner für die Senioren sein.

(RP)
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