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Kamp-Lintforter Kinder picken Müll für saubere Umwelt

Umweltschutz in Kamp-Lintfort : Kinder picken Müll für saubere Umwelt

In der Lintforter Altsiedlung waren am Mittwoch insgesamt 300 Mädchen und Jungen unterwegs.

Nopal Scharaf und Daniel Blukot sind stolz, als sie in der Hecke unter einem Alleebaum eine Plastiktüte entdecken. Sie ziehen sie heraus, um sie stolz Lena Pottbäcker zu präsentieren. „Toll“, lobt die Klassenlehrerin der 1a ihre beiden Schüler. Sie hält ihnen einen blauen Müllsack hin, in den die beiden Siebenjährigen den Abfall werfen. Die großen Mengen Müll finden sie allerdings nicht im Karree, das Marien- und Georgstraße, Cäcilien- und Auguststraße nordwestlich der Ebertschule bilden, genauso wenig wie die anderen Kinder der Ebertschule. An diesem Mittwochmorgen ist alles relativ sauber. „Die Kinder lernen mit der Aktion, etwas für die Umwelt zu machen und Sachen nicht einfach wegzuwerfen“, ist die Klassenlehrerin trotzdem vom Gang auf die Straße überzeugt.

Auch Schulleiterin Ursula Harnisch begrüßt die Aktion. „Einige Kinder erziehen ihre Eltern“, weiß sie zu berichten. „Sie sagen ihnen, sie sollen nicht achtlos das Hamburgerpapier in die die Landschaft werfen. Im Unterricht wird vorher besprochen, wie wichtig eine saubere Umwelt für alle ist.“ Deshalb lässt sie alle ersten Klassen beim Müllsammeltag mitmachen. Außerdem picken die Viertklässler Abfall, die im Juni 2017, als die Aktion startete, schon in der zweiten Klasse waren und deshalb nicht teilgenommen hatten.

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Mittlerweile sammeln die meisten Kinder der Lintforter Siedlung zweimal Müll, einmal im Kindergarten und einmal in der Schule. Nehmen an diesem Tag doch alle fünf Kindergärten, die zwischen Tor Ost, Altem Rathaus und Südtor liegen, an der Aktion teil, oft mit den Vorschulkindern, die nach den Sommerferien auf die Grundschulen wechseln. Dazu kommen die Ebertschule und die Europaschule, die ihren Standtort an der Sudermannstraße im Gestfeld hat. Insgesamt 300 Mädchen und Jungen sind diesmal dabei. Und es wären noch mehr gewesen, wenn die Kita Wirbelwind nicht wegen einer Sportaktion verhindert gewesen wäre.

Die Idee zu der Aktion hatte die Gruppe „Die Altsiedlung blüht bunt“ des Laga-Fördervereins zusammen mit Behnaaz Jansen. „Es gab einmal einen gemeinsamen Abfallsammeltag“, blickt die Leiterin der Integrationsagentur im Diesterwegforum zurück. „Leider ist er in Kamp-Lintfort eingestellt worden. Mit der neuen Aktion putzt sich die Siedlung heraus.“ Die Stadt stellt über ihren Betrieb ASK Handschuhe bereit. Und sie holt die Müllsäcke an zentralen Punkten kostenlos ab.

Nach dem Müllsammeln, das wegen der Hitze am frühen Vormittag stattfindet, organisiert die Integrationsagentur ein kleines Fest am Diesterwegforum. Dabei wird sie unterstützt von der Nachbarschaft Walterstraße, dem Laga-Förderverein und der Islamischen Gemeinde LIB.