Kamp-Lintforter Gärten öffnen Ende Mai

Natur am Niederrhein : Kamp-Lintforter Gärten öffnen Ende Mai

Die fünfte Ausgabe der Laga-Aktion fällt in das Frühjahr. Zwei Grünanlagen sind neu dabei: die des St.-Bernhard-Hospitals und der Belia-Seniorenresidenz.

Vor zwei Jahren öffneten Kamp-Lintforter Gärten Anfang September, vor einem Jahr Anfang Juli. Diesmal ist es im Mai soweit. „Nach Herbst und Sommer ist jetzt das Frühjahr an der Reihe“, sagt Stefano Heitmann. „Jede Jahreszeit hat Besonderheiten. Im späten Frühjahr blühen zum Beispiel Pfingstrosen.“ Heitmann gehört dem Arbeitskreis Kamp-Lintforter Gärten des Laga-Fördervereins an, der seit 2015 zur Aktion „Kamp-Lintforter Gärten“ einlädt. Die Mitglieder des Arbeitskreises haben das letzte Wochenende im Mai ausgewählt. Am 25. und 26. Mai können Gartenliebhaber kostenlos in Paradiese schauen, von denen die meisten sonst nicht öffentlich zugänglich sind.

Die 23 Gärten und Parks sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer. Bei Andrea und Matthias Willicks an der Stephanstraße können Besucher zum Beispiel neben einem parkähnlich angelegten Garten einen Gemüsegarten mit Hühnerstall sehen. Bei Astrid und Norbert Thiele an der Krusestraße können sie auf einen großen Schwimmteich mit Schilf schauen. Bei Katrin und Stefano Heitmann können sie Pfingstrosen genauso bewundern wie eine Streuobstwiese. „Dort stehen 50 hochstämmige Obstbäume, vor allem alte Sorten“, sagt Heitmann. „Als Apfel ist der Edelborsdorfer darunter. Er ist die älteste deutsche Apfelsorte und galt lange als ausgestorben.“

Die Besucher können außerdem auch einen bewundernden Blick in Gärten werfen, die auch sonst geöffnet sind. Dazu gehören zum Beispiel der Kräutergarten von Kloster Kamp, der Park von Wellings Parkhotel oder auch die Grünanlage des St.-Bernhard-Hospitals. „St. Bernhard ist zum ersten Mal dabei, wie die Belia-Seniorenresidenz an der Sudermannstraße“, sagt Arbeitskreismitglied Angelika Sturmeit. „Das Krankenhaus legt eine Wildwiese mit Blumen neu an. Außerdem baut es ein Insektenhotel. Wellings Parkhotel bietet an beiden Tagen Kaffee und Kuchen zum Preis von 6,50 Euro an. Der Erlös kommt dem Förderverein der Landesgartenschau zugute.“

Bei den ersten vier Ausgaben der Aktion „Kamp-Lintforter Gärten“ kamen über 1000 Besucher, von denen die meisten mehrere private Paradiese besuchten. „Viele verbinden die Besichtigung mit einer Fahrradtour“, sagt Angelika Sturmeit. „Aus den umliegenden Städten und Gemeinde kommen sie direkt mit Rad. Aus dem westlichen Ruhrgebiet oder aus Holland reisen sie mit Autos und Wohnmobilen an. Vom Parkplatz am Pappelsee radeln sie los. Oft sind sie überrascht, wie Grün Kamp-Lintfort ist und wie viele schöne Gebäude die Stadt hat.“

Weil die Aktion eine Werbung für die Hochschulstadt ist, will der Arbeitskreis sie auch 2020 und in den Jahren danach organisieren, wenn die Landesgartenschau vorüber ist. „Das war einer der Gedanken, als sich der Arbeitskreis gegründet hat“, sagen Angelika Sturmeit und Stefano Heitmann. „Die Aktion soll etwas Nachhaltiges sein.“

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