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Kamp-Lintfort: Zentrum saniert elf historische Türen im Kloster

Geistliches und Kulturelles Zentrum in Kamp-Lintfort : Zentrum saniert elf historische Türen im Kloster

Hausmeister Martin Schäfer, gelernter Maler und Lackierer, arbeitete die historischen Holztüren im Geistlichen und Kulturellen Zentrum Kloster Kamp auf und strich sie im wiederentdeckten Originalfarbton, der auch im Rokokosaal vor vier Jahren aufgetragen wurde.

Vier Jahre ist es her, dass anlässlich einer Sanierung im Geistlichen und Kulturellen Zentrum Kloster Kamp der originale Farbton des Rokokosaals aus dem 18. Jahrhundert entdeckt worden war. Der zuletzt aufgetragene „fahle Schlamm-Grün-Ton“ aus den 1980er Jahren hatte, laut Peter Hahnen, Leiter des Geistlichen und Kulturellen Zentrums, damit ausgedient. Als der Restaurator an drei verschiedenen Stellen das sehr viel frischere Ursprungsgrün freigelegt hatten, konnte Hahnen 2018 binnen weniger Stunden einen Beschluss herbeiführen, der es ermöglichte, in einem knapp bemessenen Zeitfenster, den Saal im wieder gefundenen Originalton zu streichen. Denkmalbehörde (LVR), Ruhrkohle (RAG) als Unterstützer, Bistum Münster und Kirchengemeinde St. Josef stimmten seinerzeit zu. Was noch ausstand, war die Sanierung der insgesamt elf historischen Holztüren, die im Erdgeschoss des Klosters ebenfalls eines frischen Anstrichs harrten. „Auf normalem Wege unbezahlbar“ erläutert Hahnen. „Diese alten Schätzchen sind aufwendige Kassettentüren, teilweise doppelflügelig und teilweise auch noch von kassettierten Rahmen gefasst.“ Die stillen Phasen der Pandemie gaben nun Gelegenheit, mit hauseigenen Kräften die Zeit sinnvoll zu nutzen: Hausmeister Martin Schäfer ist gelernter Maler und Lackierer. „Seiner Leistung ist es zu verdanken, dass das Entree zum Rokokosaal nun ebenfalls im farblich angepassten Zustand wiederhergestellt werden konnte“, sagt Hahnen. Und wann wird das Publikum den neuen Eingangsbereich erstmals erleben können? „Wir haben Kontakt zu über 40 Künstlern, die darauf brennen, unsere Anders-Abende mit der Klosterpraline im Saal zu bespielen. Sobald es verantwortbar ist, werden wir mit den Angeboten aus der Deckung kommen.“