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Kamp-Lintfort: Weihnachtsmarkt unterm Zechenturm

Im Zechenpark Kamp-Lintfort : Weihnachtsmarkt unterm Zechenturm

28 weihnachtlich dekorierte Hütten, hübsch illuminierte Zechengebäude und ein buntes Bühnenprogramm: Die Kamp-Lintforter erwartet an den ersten beiden Adventswochenenden der erste Weihnachtsmarkt im Zechenpark.

Kamp-Lintfort feiert im Advent Premiere: Weihnachten unterm Förderturm. An den ersten beiden Adventswochenenden wird sich der Quartiersplatz im Zechenpark in eine vorweihnachtliche Budenstadt verwandeln. Die ehemaligen Industriegebäude werden stimmungsvoll illuminiert. In etwa 28 Hütten werden die Marktbeschicker aus Kamp-Lintfort und der näheren Umgebung ihre Geschenkideen und ein adventliches Angebot präsentieren. Ins „Lufre“ zieht Norbert Büsch mit einer Weihnachtbäckerei ein. Vier Gastro-Betriebe sollen für das leibliche Wohl sorgen. Und auf dem Förderturm können die Besucher den Ausblick auf den neuen Weihnachtsmarkt aus rund 70 Metern Höhe genießen.

 Der Quartiersplatz wird Standort einer vorweihnachtlichen Budenstadt. Neben der Firma Mo.Event als Veranstalterin setzen sich viele Akteure für das Gelingen des Marktes ein.
Der Quartiersplatz wird Standort einer vorweihnachtlichen Budenstadt. Neben der Firma Mo.Event als Veranstalterin setzen sich viele Akteure für das Gelingen des Marktes ein. Foto: Landesgartenschau Kamp Lintfort 2020/Arno Ingenlath

Möglich wird der Weihnachtsmarkt im Zechenpark durch eine Kooperation der Stadt Kamp-Lintfort mit dem Unternehmen Mo.Event als Veranstalter. Dahinter steht Investor Oliver Bloch, der nicht nur die denkmalgeschützten Immobilien erworben hat, sondern auch eine Wohnbebauung im Stadtquartier Friedrich Heinrich realisieren will.

„Ich habe ein großes Interesse daran, dass der Quartiersplatz belebt wird“, betonte Bloch am Freitag bei der Vorstellung des Konzepts für den Weihnachtsmarkt im Zechenpark. Unterstützt wird er von Manfred Kant, den er als Quartiersmanager engagiert hat. Kant organisiert für „Mo.Event“ den Markt, der an den ersten beiden Adventswochenenden stattfinden wird. Erst vor wenigen Wochen hatten die Kooperationspartner überhaupt angekündigt, einen Weihnachtsmarkt im Zechenpark prüfen zu wollen. Sie fanden viele Mitstreiter: Es beteiligt sich das Team des ehemaligen Barbaramarktes, der bis 2019 an der Marienkirche stattfand. Mit dabei ist die Werbegemeinschaft, die bis vor zwei Jahren den Nikolausmarkt am Ek3 organisiert hatte. Auch die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition hilft tatkräftig bei Planung und Umsetzung mit. Unterstützung geben die Sparkasse Duisburg und die Stadtwerke Kamp-Lintfort.

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Auch ein Bühnenprogramm ist in Planung. Darum kümmert sich Susanne Toussaint, die in der Stadtverwaltung beschäftigt ist. Sie hat mit Chören und Bands Kontakt aufgenommen. Der neue Weihnachtsmarkt soll Barbara- und Nikolausmarkt ersetzen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr stattfinden werden. „Der Barbaramarkt hatte so großen Zuspruch gefunden, dass wir die Sicherheit der Besucher nicht mehr gewährleisten konnten“, berichtet Hans-Peter Niedzwiedz vom Barbara-Team. Er schlug bereits Anfang 2020 vor, den Markt in den Zechenpark zu verlegen. Das Team entsendet die Pfadfinder zum neuen Standort. Sie werden mit den Besuchern Stockbrot backen, Laternen basteln und das Friedenslicht aufstellen. Auch eine Krippe ist geplant: Der Tierpark Kalisto wird mit seinen Tieren zum Quartiersplatz kommen. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Winter mit dem Weihnachtmarkt ein neues Format gefunden haben“, betonte Kulturdezernent Christoph Müllmann. „Sowohl wir als Organisatoren als auch die Aussteller sind vom Erfolg des Konzeptes und der Kulisse überzeugt“, fügte Wirtschaftsförderer Andreas Iland hinzu.

Auf dem Weihnachtsmarkt wird die 3G-Regel gelten. Die Besucher müssen also geimpft, genesen oder getestet wein. Ein Sicherheitsdienst wird stichprobenartig kontrollieren.