Kamp-Lintfort: Vorplatz der Mediathek ist neu gestaltet

Stadtentwicklung in Kamp-Lintfort : Vorplatz der Mediathek ist neu gestaltet

Damit ist der erste Abschnitt des „Grünen Salons“ nahezu fertiggestellt, wie die Umbau in der Innenstadt heißt. Im Mai 2020 soll er abgeschlossen sein. Die Baumaßnahme wird aus Mitteln des Stadtumbaus gefördert.

Ein halbes Jahr war der Platz vor der Mediathek eine Baustelle. Im April wurde er aufgerissen, um nun wieder verschlossen zu sein. Neue Pflastersteine sind verlegt. Nun stehen noch einige Restarbeiten an, beispielsweise die Einfassung der Flächen um die Platanen, die erhalten geblieben sind. „Ich finde die neue Gestaltung sehr gelungen“, sagt Beigeordneter Christoph Müllmann. „Sie führt zu einer Aufwertung.“

Mit diesem Platz, der sich hinter dem Sozialkaufhaus „KaDeDi“ an den Prinzenplatz anschließt, ist ein erster Abschnitt des „Grünen Salons“ fertiggestellt. So hatten die „scheuven + wachten plus Planungsgesellschaft“ aus Dortmund und die „scape Landschaftsarchitekten GmbH“ aus Düsseldorf ihr Konzept genannt, mit dem sie im Frühjahr 2014 an einer Planungswerkstatt in Kamp-Lintfort teilgenommen hatten. Die beiden Büros gewannen, weil sie die Freifläche in der Freiherr-vom-Stein-Straße, auf dem Rathausplatz und in dessen Umgebung in den Augen der Gremiumsmitglieder am besten überplant hatten. Die beiden Büros wurden gelobt, weil eine „hohe Aufenthaltsqualität“ entstehe, wenn ihr Konzept umgesetzt würde.

Das Vorhaben verzögerte sich, weil es länger als geplant dauerte, an der Ecke von Markgrafen- und Wilhelmstraße die Bunten Riesen aus den späten 1970er Jahren abzureißen. In den Fugen zwischen den Betonfertigteilen steckte Asbest, was bis dahin nicht bekannt gewesen war. Im Frühjahr 2017 konnten Bürger das Pflaster bei einer Befragung aussuchen. Sie wählten eines, das mit dem Fußgängerberiech der Moerser Straße korrespondiert. Dabei wechseln die Farben, wie es von den beiden Büros vorgeschlagen worden war. Auf dem Platz vor der Mediathek liegen kleine anthrazitfarbene Steine. Dazu ist ein Bereich zum „KaDeDi“ mit großen weißen Steinen abgesetzt und soll noch mit einigen Bänken eingegrenzt werden. „Der Bereich ist eine Bühne“, sagt Christoph Müllmann. „Dort können Veranstaltungen stattfinden.“ Das Bistro 26 nutzt bereits einen Teil des Platzes vor der Mediathek, in dessen Eingang es liegt. „Zur Freiherr-Vom-Stein-Straße wird noch ein Windschutz entstehen“, erläutert der Beigeordnete. So könne sich die Außenfläche des Bistros vergrößern.

Das Teilstück der Freiherr-vom-Stein-Straße vom Platz an der Mediathek bis zum Ärztehaus ist bereits komplett gepflastert. Hier sind die Steine hell, wobei einige Steine mit anderen Farben für ein Muster wie auf einem Teppich sorgen. Eng wird es in der nachsten Zeit im Teilstück zum Rathaus, in dem gerade die Steine eigesetzt werden. Parallel dazu laufen die Arbeiten im Stück zwischen der Sparkasse und dem Kreisverkehr an der Post. Dort sind bereits die Einfassungen für die Flächen zu sehen, auf denen später einmal Bäume gepflanzt werden sollen. Dort soll die Pflasterung rot sein.

Zuletzt soll die Fläche umgestaltet werden, die zum Awo-Seniorenzentrum an der Markgrafenstraße hin liegt. Dort befinden sich zurzeit Baumaterial und Baufahrzeuge. Später soll diese Fläche parkähnlich gestaltet sein. Im Mai 2020 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

Geplant ist, an mehreren Stellen Bügelholme aufzustellen, um daran Fahrräder abstellen und anschließen zu können. Die Stadt finanziert sie vor allem durch Mittel, die sie vom Bundes- und vom Landesinnenministerium für den Stadtumbau erhält.

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