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Kamp-Lintfort: Unesco-Schule verabschiedet ihren Schulleiter

Abschied in Kamp-Lintfort : Unesco-Schule verabschiedet ihren Schulleiter

Jürgen Rasfeld verlässt nach fast 30 Jahren die Gesamtschule in Kamp-Lintfort. Die Schulgemeinde überraschte ihn mit einer kleinen Abschiedsfeier. Der langjährige Schulleiter zeigte sich gerührt.

So hatte sich Schulleiter Jürgen Rasfeld seinen Abschied nach fast 30 Jahren an der Unesco-Schule Kamp-Lintfort nicht vorgestellt. Schweren Herzens hatte er seine Abschiedsfeier aufgrund der Corona-Krise und der damit einhergehenden Regelungen abgesagt. Doch das Kollegium war sich schnell einig: „So einfach lassen wir ihn nicht gehen.“ Und so wurde unter Einhaltung von strikten Regeln, Abständen und den erforderlichen Desinfektionsmitteln ein gemeinsames Programm auf den Weg gebracht. Bei Sonnenschein und Temperaturen von mehr als 30 Grad überraschte die Schulgemeinde ihren langjährigen und beliebten Schulleiter auf dem Schulhof mit einer coronabedingt kleinen, aber feinen Verabschiedung mit sowohl sentimentalen als auch fröhlichen Programmpunkten. Die stellvertretende Schulleiterin Helga Dylla bedankte sich für die gute Zusammenarbeit im Team und betonte, dass Rasfeld seine Ziele verfolgt habe, dabei aber immer kompromissbereit gewesen sei. Er habe die Unesco-Schule zu dem gemacht, was sie heute ist.

Bürgermeister Christoph Landscheidt dankte Jürgen Rasfeld im Namen der Stadt Kamp-Lintfort für seine vorbildliche pädagogische Arbeit zunächst als stellvertretender Schulleiter an der 1991 neu gegründeten städtischen Gesamtschule Kamp-Lintfort und als deren Schulleiter ab dem Jahr 2010. Er habe prägend beim Aufbau der Schule und der Einführung des neuen Schulsystems mit allen organisatorischen und konzeptionellen Aufgaben mitgewirkt. Im größten Schulzentrum der Region habe Rasfeld in seiner Verantwortung als Führungspersönlichkeit ein pädagogisches Klima geschaffen, in dem sich alle gut und sicher aufgehoben fühlten. Schulpflegschaftsvorsitzende Daniela Acker betonte, Rasfeld habe immer ein offenes Ohr für die Belange der Elternschaft gehabt und Lösungen angestrebt, um allen Beteiligten gerecht zu werden.

Das letzte Wort hatte die Hauptperson des Tages. Sichtlich gerührt äußerte sich Jürgen Rasfeld: „Es war wirklich eine sehr große Überraschung, mit der ich absolut nicht gerechnet habe. Ich werde noch lange daran zurückdenken.“