Kamp-Lintfort: Tierschutzverein sucht neue Pflegestellen für Katzen

Tierschutz in Kamp-Lintfort : Tierschutzverein sucht neue Pflegestellen für Katzen

Fast täglich werden frei lebende Katzen mit Nachwuchs in Gärten, auf Friedhöfen oder auf Firmengelände gefunden. Die Tiere brauchen ärztliche Hilfe.

Der Tierschutzverein sucht ehrenamtliche Pflegestellen für Katzen. Zwar gibt es bereits eine Katzenschutzverordnung, die eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen beinhaltet, so Vorsitzender Harald Lück. Diese trete aber erst am 1. November mit allen Konsequenzen in Kraft. Der Tierschutzverein hofft, dass dies das Katzenelend auf der Straße mildern wird. Aber noch gebe es keine Entspannung. Wie der Verein berichtet, erreichten ihn täglich Hilferufe, dass frei lebende Katzen mit Nachwuchs im Garten, in Schrebergärten, am Sportpark, auf Friedhöfen oder auf Firmengeländen gesichtet werden, die krank oder verletzt sind. Die Vierbeiner benötigten menschliche Hilfe. Dazu zähle nicht nur eine ärztliche Versorgung, sondern auch eine Kastration. „Die hilflosen Kleinen haben ohne Aufnahme und Versorgung in einer Pflegestellen keine Chance zu überleben. Unsere Pflegestellen sind voll, die ehrenamtlichen Helfer am Ende ihrer Möglichkeiten“, berichten Vorsitzender Harald Lücke und Angelika Jäger vom Tierschutzverein. Stellvertretend für viele andere gefundene Kitten stehe die Geschichte von Lotta und Timmi. Die Katzenmutter, fast selber noch ein Kind, habe sie hin und her geschleppt, weil sie ihre Jungen nicht sicher wähnte. Bei dieser Aktion habe sie Timmi verloren. „Der Kleine saß fiepend auf einem Kindergartenspielplatz. Da die Mama nicht zurückkehrte, informierte der Kindergarten den Tierschutzverein Kamp-Lintfort. Timmi wurde abgeholt. Zwei Tage später saß Lotta, seine Schwester, mutterseelenallein an der Straße, wieder kam der Tierschutzverein zu Hilfe.“ Gerade mal 400 Gramm hätten die beiden Findlinge auf die Waage gebracht. Sie seien aber gesund gewesen. Sie werden nun aufgepäppelt und sollen dann in ein neues Zuhause vermittelt werden. „Emil, ein weiterer Findling, hatte nicht so viel Glück, er wurde krank und schwach gefunden, und muss nun gesund gepflegt werden.“ Doch es gebe noch viele Katzen mehr, für die der Tierschutzverein Pflegestellen sucht. Er fragt: „Wer hat Zeit und Lust, den Tierschutzverein bei dieser Aufgabe zu unterstützen? Es fallen auch noch weitere Arbeiten an, bei denen der Verein Hilfe gebrauchen kann, zum Beispiel Übernahme von Fahrten zum Tierarzt, Ausschlafplätze für behandelte Katzen sowie Betreuung von Futterstellen.“ Info unter Tel.: 0170 3812525 und 0172 6622982.

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