Tierschutz in Kamp-Lintfort Tierfreunde geben Tipps für die Silvesternacht

Kamp-Lintfort  · Der Bund deutscher Tierfreunde bittet Böller-Freunde um Rücksicht auf die Tiere. Die Corona-bedingten Einschränkungen beim Silvester-Feuerwerk seien ein Segen für alle Vierbeiner. Schon viele Hunde und Katzen seien in Silvesternächten verloren gegangen.

 Hund Benno mag keine Silvesterraketen.

Hund Benno mag keine Silvesterraketen.

Foto: Stade, Klaus-Dieter (kds)/Stade,Klaus-Dieter (kds)

Der Bund deutscher Tierfreunde warnt: „Auch wenn wegen Corona Einschränkungen beim Silvester-Feuerwerk gelten, steht für Haustiere und viele Wildtiere die stressigste Zeit des Jahres bevor.“ Der Verein bittet Böller-Freunde um Rücksicht auf die Tiere. Eltern sollten an ihren Nachwuchs appellieren, bei der Knallerei rücksichtsvoll zu sein, rät der Bund Deutscher Tierfreunde mit Sitz in Kamp-Lintfort. In nahezu allen Städten und Gemeinden gelten in diesem Jahr weitreichende Böller-Verbote. Die Verbote wurden zwar wegen Corona ausgesprochen, sie seien jedoch auch für die Tiere ein Segen. Schon viele Hunde und Katzen seien in Silvesternächten verloren gegangen, da sie in panischer Angst nach einem Versteck suchten. Das gleiche durch Angst geprägte Verhalten gelte für die Tiere in Feld und Flur.

Der Bund Deutscher Tierfreunde hat Tipps zusammengestellt, wie Heimtiere die Silvesternacht möglichst unbeschadet überstehen können. So sollten am Silvestertag und in der Nacht weder Hunde noch Katzen nach draußen gelassen werden. Freigängerkatzen sollten schon im Laufe des Vormittags an Silvester keinen Ausgang mehr erhalten. Katzen, Kleintiere oder Vögel überstehen laut Bund deutscher Tierfreunde die laute Nacht am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und verdunkelten Fenstern untergebracht werden. Auch Musik in den Räumen könne helfen. „Fürsorgliche Tierhalter bleiben in der Silvesternacht bei ihren vierbeinigen Hausgenossen oder organisieren eine zuverlässige Betreuung“, fordert der Bund deutscher Tierfreunde in einer Pressemitteilung. Schon vor der eigentlichen Silvesternacht sei Vorsicht angebracht. Speziell Hunde sollten bereits an den Tagen vor Silvester in bewohnten Gebieten nur noch an der Leine Gassi gehen. Plötzlich gezündete Knallkörper könnten sie aufschrecken. Ängstliche Hunde sollten nicht zu viel getröstet werden, sie fühlten sich dadurch in ihrer Panik bestärkt. Der Bund deutscher Tierfreunde bittet Hundehalter, ruhig und gelassen bleiben und die Furcht des Hundes zu ignorieren.

So übertrage sich die Gelassenheit auf das Tier. Weidetiere wie Pferde seien Fluchttiere. Die Vierbeiner müssten rechtzeitig in ihren Stall gebracht werden. Die Silvesterknallerei belaste auch wild lebende Tiere. Daher seien Feuerwerke im Wald oder in Parks zu vermeiden.

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